Ein Nackter, zwei Zeugen

Schon wieder hat ein Bürger im Waldgebiet am alten Bahndamm bei Ettringen einen älteren, splitternackten Mann entdeckt.

Es ist nicht 
der erste Fall: Bereits Donnerstagabend vor einer Woche hatte eine Frau bei Ettringen einen Nackten gesehen.

Die Mindelheimer Zeitung hat  bei der Polizeiinspektion in Bad Wörishofen nachgefragt, wie man sich verhalten sollte, wenn man einem Exhibitionisten begegnet.

Herr Martin, können Sie uns den neuen Fall schildern?
Edmund Martin (Polizei Bad Wörishofen): Diesmal hat ein Bürger einen nackten Mann gesehen, der gerade am Joggen war. Ob der Mann exhibitionistische Neigungen hat oder einfach nur gerne nackt herumläuft, lässt sich schwer sagen.

Was genau ist der Unterschied zwischen beiden Formen?
Martin: Exhibitionismus ist eine sexuelle Neigung, bei der die betreffende Person es als lustvoll erlebt, von anderen Personen nackt gesehen zu werden. Überwiegend treten Männer als Exhibitionisten auf.

Handelt es sich in beiden Fällen um denselben Mann?
Martin: Vermutlich schon – die Zeugen beschreiben den Mann ähnlich.
Er hat auffallend wenige, kurze Haare und ist älter. Wir prüfen aber
derzeit die Tatzusammenhänge und wissen noch nicht sicher, ob es sich
um denselben Täter handelt. Für Hinweise sind wir dankbar.

Stufen Sie den Täter als Gefahr ein?
Martin: Nein, Exhibitionisten sind im Allgemeinen nicht gefährlich oder
aggressiv.

Wie sollte man sich verhalten, wenn man einem Exhibitionisten begegnet?
Martin: Am besten geht man schnell weiter und meldet den Vorfall dann
aus sicherer Entfernung der Polizei.

Wie kann man sich vor solchen Situationen generell schützen?
Martin: Grundsätzlich ist es gerade als Frau oder Jugendlicher immer
hilfreich, Selbstverteidigung zu beherrschen. Außerdem sollte jeder,
der allein im Wald unterwegs ist, ein Handy dabeihaben.

Wie wird die Polizei weiter ermitteln?
Martin: Wir werden in dem Waldgebiet in der nächsten Zeit die Polizeistreifen verstärken.

Kommentare:

  • …Wie man sich verhalten sollte? „Guten Tag.“ und weitergehen, würde ich sagen, solange der nur nackert herumsteht und sonst nichts macht.
  • …“Anstandshalber sollte man den Nackten darüber informieren, dass das Unterallgäu Zecken-Risikogebiet ist. Er täte also gut daran, sein entblößtes Gerippe und Geraffel textil zu verhüllen“.
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Text: Mindelheimer-Zeitung
Bild: Allmystery


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