Blick nach Penzing: Palmsonntag

Tragende Rolle für Esel Ferdinand

Laut Bibel ritt Jesus am Palmsonntag auf einem Esel durch Jerusalem. In Penzing bei Landsberg reitet Pfarrer Martin Rudolph auf Esel Ferdinand zur Palm-Prozession. Seit 19 Jahren sind die beiden unzertrennlich.

Ruhig und gelassen genießt Esel Ferdinand die spärlichen Sonnenstrahlen auf der Koppel mitten in Penzing. So schnell bringt den Esel nichts aus der Ruhe, es sei denn, man versteckt den Futtereimer. Dann protestiert Ferdinand lautstark. Aber das gehört zu den Streichen, die Pfarrer Martin Rudolph seinem treuen Esel manchmal spielt. Seit 19 Jahren bringt der Graue gemeinsam mit Hengst Astor Leben auf den Pfarrhof.

Lebendige „Eselsbrücke“

Wenn Pfarrer Rudolph auf seinem Esel durch das Dorf reitet, kommt er mit vielen ins Gespräch, auch mit Leuten, die sonst eher selten mit dem Pfarrer reden. Ferdinand ist sozusagen eine „Eselsbrücke“ für die Seelsorge.

 Mensch und Esel, das ist eine uralte Partnerschaft: Esel sind gesellige Tiere, können Lasten tragen, sind klug und intelligent. Auch Ferdinand hat seinen eigenen Kopf. Dreizehn Jahre lang ging er partout nie über Kanaldeckel, erinnert sich Pfarrer Rudolph, dann aber hat Ferdinand es dann doch akzeptiert.

„Man erreicht bei einem Esel mit Gewalt gar nichts, genau wie beim Menschen. Es braucht Einfühlungsvermögen und Geduld.  Pfarrer Martin Rudolph

Am Palmsonntag geht es für Ferdinand, geschmückt mit Palmbuschen und Palmstecken zur Prozession. Dass mit Ferdinand ein echter Esel dabei ist, finden die Penzinger natürlich besonders klasse, vor allem die Kinder. Quelle: BR1


Aktuell bei Ettringen.info: