Brunch mit den Gästen im Café Kellerberg

Brunch im Café Kellerberg mit den Gästen aus Ettringen/Eifel und Austausch der Partnerschaftsgeschenke.

Ein „Dilledapp“ fürs Rathaus

Ettringen feierte mit Ettringen Von Karin Donath

Ettringen Als Robert Sturm den Bürgermeister von Ettringen begrüßte, stand er nicht vor dem Spiegel, sondern im Saal vom Café Kellerberg in Ettringen, wo er 120 Freunde aus der Partnergemeinde Ettringen/Eifel willkommen hieß.

Vor 40 Jahren wurde die Partnerschaft zwischen den beiden Gemeinden amtlich besiegelt, Grund genug, dieses Ereignis gebührend zu feiern. Das „andere“ Ettringen ist eine Gemeinde mit 2800 Einwohnern, liegt in der Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz und ist vor allem bekannt für ihre Natursteinindustrie.

Auch das Gastgeschenk wurde aus Naturstein gefertigt: ein Steinquader, den ein Dilledapp, das heimliche Wahrzeichen der Ettringer ziert. Der Dilledapp ist ein Holzkreisel, den die Kinder früher mit der Peitsche antrieben und damit durch die Straßen liefen. „Ich bin ein Dilledapp und darauf bin ich stolz, ich bin ein Ettringer und bin aus echtem Holz“, so tönte es am Samstag beim gemeinsamen Brunch in Ettringen von den Rheinland-Pfälzern, wobei anzunehmen ist, dass sich die Unterallgäuer ebenfalls angesprochen fühlten.

Im Laufe der Jahrzehnte sind viele persönliche Freundschaften zwischen den Bürgern der beiden Gemeinden entstanden, auch Karl-Heinz Schuster ist von Anfang an mit dabei. „Wenn wir früher am Freitag nicht wussten, was wir tun sollen, haben wir uns ins Auto gesetzt und sind ins Unterallgäu gefahren“, erinnert er sich. Er ist dankbar, dass die Partnerschaft, die zwischendurch fast zum Erliegen kam, seit der Amtszeit von Sturm wieder auflebte. Die Jugend pflege die Kontakte ebenfalls. „Wir sind auf einem guten Weg, dass unsere Verbindungen auch in der nächsten Generation gelebt werden.“

Einig sind sich alle Ettringer, dass sie etwas ganz Besonderes sind und viele Gemeinsamkeiten haben. Trotzdem dürfte ein Reisender, der vor einiger Zeit im hiesigen Rathaus vorstellig wurde und nach der Vulkanstraße fragte, wohl wenig für solche Gemeinsamkeiten übrig gehabt haben. „Er hatte in sein Navi lediglich Ettringen eingegeben und stand nun fast 500 Kilometer entfernt von seinem eigentlichen Ziel“, berichtet Sturm.

Mit einem Feiermarathon – die 40-Jahrfeier fiel mit der 100-Jahrfeier des TSV Ettringen zusammen – klang das Wochenende aus. „Wir sind ja nicht zum Vergnügen da“, kommentierte Schuster augenzwinkernd.

Quelle: mindelheimer-zeitung.de

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