Teil-Schließung bei UPM

Der Papierhersteller UPM will Mitte 2013 eine der beiden Papiermaschinen am Standort Ettringen, Lkr. Unterallgäu, schließen. Dies bestätigte UPM dem BR-Studio Kempten. Von der Stilllegung sind 155 Mitarbeiter betroffen.

UPM-Vorstand Hartmut Wurster begründet den Schließungsplan mit der anhaltend schlechten Wirtschaftslage in Europa und einem sinkendem Papierabsatz. In Ettringen wird dann nur noch eine Papiermaschine in Betrieb bleiben. Für die 155 betroffenen Arbeitsplätze will der Konzern jetzt mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan verhandeln.

Erneute Schließung einer Papiermaschine

Der finnische Papierkonzern UPM will in mehreren Werken in Europa insgesamt 860 Arbeitsplätze abbauen. Bereits vor gut einem Jahr war im Werk Ettringen wegen Unrentabilität eine Papiermaschine still gelegt worden. Am Standort der von UPM übernommenen ehemaligen Papierfabrik Lang sind derzeit noch 391 Mitarbeiter beschäftigt.

Harter Schlag für Ettringen

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie spricht von einer Hiobsbotschaft für den seit Jahren gebeutelten UPM-Standort. Das Vorhaben des Papierkonzerns ist für Torsten Falke von der IG BCE-Bezirksleitung in Augsburg ein Schlag für die Belegschaft und die ganze Region. UPM habe nun jeden Kredit bei der Belegschaft und den Bürgerinnen und Bürgern verspielt, so Falke.

Betriebsrat will um 155 Arbeitsplätze kämpfen

Die Gewerkschaft und der Gesamtbetriebsrat waren am Donnerstagmorgen über die Firmenpläne informiert worden. Die Gewerkschaft will es nun UPM „nicht leicht machen, den Personalabbau zu realisieren“ und verweist auf eine kampfstarke und erprobte Belegschaft, die um jeden Arbeitsplatz kämpfen werde.

Quelle: Bayerischer Rundfunk


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