Soziale Einheitsgemeinde Ettringen

Auszüge aus der SCHWABMÜNCHNER STADTZEITUNG vom 02. November 2016

Im Café genießen die gebürtige Ettringerin Hildegard Blum und der „1957 Zugereiste“ Alois Eberhart täglich einen frisch aufgebrühten Kaffee. Stolz präsentieren beide den neuen Ortskalender, der 2017 Betrachter mit seinen schönen Ettringer Motiven durch das Jahr begleiten wird.

Im Café genießen die gebürtige Ettringerin Hildegard Blum und der „1957 Zugereiste“ Alois Eberhart täglich einen frisch aufgebrühten Kaffee.

Stolz präsentieren beide den neuen Ortskalender, der 2017 Betrachter mit
seinen schönen Ettringer Motiven durch das Jahr begleiten wird.

 

Grußwort des  Bürgermeisters
Besuchen Sie Ettringen und machen Sie sich ein Bild von den Möglichkeiten, die sich bei uns bieten. Der wohl schönste Anblick in der Umgebung ist die 1720 erbaute Kirche St. Georg.

Ein herzliches Grüß Gott aus der (k)östlichen Wertachgemeinde 
Die Einheitsgemeinde Ettringen mit ihren Ortsteilen Siebnach und Traunried zählt 3400 Einwohner, liegt 4,5 Kilometer von Türkheim entfernt an der Wertach und schließt somit direkt an das Naherholungsgebiet „Augsburg-Westliche Wälder“ im Landkreis Augsburg an.

Sehenswert ist die Pfarrkirche St. Martin (erbaut 1706 von Johann Martin Stiller, der untere Turmteil ist noch aus spätgotischer Zeit erhalten) mit herrlichen Deckenfresken vom Münchner kurfürstlichen Hofmaler Johann Ch. T.Wink. 
Wohl der schönste Anblick in der Umgebung ist die Kirche St. Georg in Kirch-siebnach  (Prämonstratenserbau,1720 vom größten Sohn der Gemeinde Michael Stiller auf dem Grund einer mittelalterlichen Burg erbaut).
Am Rande der Lech-Wertach-Ebene steht die Kirche wirkungsvoll erhöht, umrahmt von Wiesen und Wäldern. Außerdem sind der barocke Pfarrhof in Siebnach von 1708, die dortige Kapelle St. Anna sowie die Kapelle St.Wendelin einen Besuch wert. Im Gemeindeamt ist ein Keltenschwert zu besichtigen, das 1997 von einem Spaziergänger im Wald gefunden wurde.
Jährliche Höhepunkte neben den zahlreichen Vereinsaktivitäten sind im kulturellen Leben die im Oktober stattfindenden „Ettringer Kulturtage“ mit hochkarätigen Künstlern.

Ettringen bietet herrliche Rad- und Wanderwege in den angrenzenden „Naturpark Augsburg Westliche Wälder“, entlang der Wertachauen oder ins nahe gelegene Bad Wörishofen.

Auch locken der Meditationsweg in Kirchsiebnach und der Jakobsweg entlang der Wertach, die im Rahmen der Regionalentwicklung Stauden entstanden sind.
Weitere sportliche Möglichkeiten wie Reiten, Tennis und mehr, sowie das rege Vereinsleben bringen Abwechslung in den Alltag. Dem sozialen Miteinander und Füreinander wird derzeit viel Raum gewidmet.

Die Herausforderungen der Themen Migration und Seniorengerechtigkeit werden mit den Bürgern diskutiert und Schritt für Schritt umgesetzt. So wurden neu, zwei soziale Vereine
gegründet, die sich speziell dieser Themen annehmen. „Sole e. V.“ und „Dahoim e.V.“
Ein barrierefreies Wohnprojekt mit Seniorenzentrum und Tagespflege ist vom Rat genehmigt
und in der Vorbereitung. Es wird in der Mitte des Ortes die Lebensqualität in baulicher
und sozialer Hinsicht erhöhen.

Im vergangenen Jahrzehnt hat Ettringen viel in die Straßen-Infrastruktur investiert. Indem die Umgehungsstraße in Sonderbaulast geschultert wurde, war Raum für die Innenentwicklung. Die Ortsdurchfahrt kann sich gegenüber früheren Jahren heute als einladendes Band durch die Gemeinde sehen lassen. Bauland wird in maßvoller Form als neue Baugebiete angeboten, und mithilfe der Städtebauförderung konnten einige Bereiche und historische Gebäude, wie das alte Mesnerhaus, das die Musikschaffenden beherbergt, saniert und erhalten werden. Besuchen Sie unsere Einheitsgemeinde und machen Sie sich ein Bild von den Möglichkeiten,die sich bei uns bieten.

Ihr
Robert Sturm
Erster Bürgermeister 


Bei Festen ist die Hütte voll
HERMANN BÖCK / „Über Langeweile habe ich mich noch nie beklagen müssen. In diesem Jahr feierten meine Frau Babette und ich unsere Goldene Hochzeit im Kreis der Familie“.

Landwirt Hermann Böck hat sich den 50 Jahre alten Bulldock der Marke „Eicher“ von seinem ersten selbst erwirtschafteten Geld gekauft, damals noch für 12 900 DM. Fotos: Christine Wieser

Landwirt Hermann Böck hat sich den 50 Jahre alten Bulldock der Marke „Eicher“ von seinem ersten selbst erwirtschafteten Geld gekauft, damals noch für 12 900 DM. Fotos: Christine Wieser

Der Landwirt Hermann Böck erblickte am 12. Oktober 1939 in Ettringen auf dem Hof seiner Eltern das Licht der Welt. „Meine Eltern Anna und Anton Böck hatten den Hof 1937 gekauft“, berichtete der Bauer. In seinen Händen hielt der ehemalige Kirchenpfleger von St. Martin (1989 bis 2000) einen alten Topf mit eingesammelten, frischen Eiern von seinen „glücklichen Hühnern“.

„Ja „– Sie trauten sich In jungen Jahren hatte sich der schmucke Bursche verguckt, in die attraktive Babette, ebenfalls eine gebürtige Ettringerin.
Beide trauten sich am 17. Januar 1966 und sagten „Ja“ zueinander, natürlich in der Ettringer Pfarrkirche St. Martin. Im selben Jahr übernahm der junge Landwirt den Hof von seinen Eltern.

Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor, die Söhne Hermann und Bernhard, der 1995 den Bauernhof übernahm, sowie die Töchter Margit und Barbara.
„Ich war von 1989 bis 2000 Kirchenpfleger in Ettringen und regelte alle finanziellen Dinge der Kirche St. Martin“, erinnert sich der Landwirt gerne zurück. „Über Langeweile habe ich mich noch nie beklagen müssen“, so der ehemalige Freizeitfeuerwehrler.
„Wenn wir an Weihnachten, Ostern, Pfingsten zu den Geburtstagen oder anderen Festlichkeiten feiern, ist bei uns die Hütte immer voll“, freute sich der Senior. So auch in diesem Jahr, bei seiner goldenenHochzeit. Zu den 22 Gästen zählten auch die zehn Enkelkinder im Alter von sieben bis 24 Jahren – Antonia, Sebastian, Rebecca, Anna, Samuel, Jonas, Vincent, Valentin, Theresa und Lisa.

Auf seinen bald 50 Jahre alten „Eicher“ ist Böck besonders stolz. „Den 28 PS starken Bulldock wollten mir schon so einige abkaufen, aber der kommt mir nicht vom Hof. Den hab ich mir mit meinem ersten, selbst erwirtschafteten Geld für 12 900 DM gekauft“, erzählte der 77-Jährige zum Abschied und stellte sich wie beschützend vor das geliebte Fahrzeug


Das 65. wird närrisch gefeiert
FASCHINGSVEREIN ETTRINARRIA  „Pappnase auf und rein ins Vergnügen!“ Beim Nachtumzug am Rosenmontag feiert der ganze Ort mit seinen Besuchern und Mitwirkenden ausgelassen Fasching.

Zum Nachtumzug am Rosenmontag werden sich wohl wieder rund 10 000 Besucher unter die Einheimischen mischen, um mit den Ettringern vergnügte Stunden zu verbringen und dem Faschingsumzug zuzujubeln. Fotos: Christine Wieser/Faschingsverein Ettrinarria

Die Ettrinarria feiert in der kommenden Faschingssaison ihren 65. Geburtstag. „Wir gehören im Unterallgäu zu den ältesten Faschingsvereinen, das soll aber nicht heißen, dass wir alt sind“, scherzt Jürgen Reiber, der Präsident der Ettrinarria.
Start ist am 11. November, ab 19 Uhr: „Dann feiern wir mit unseren Mitgliedern und dem
ganzen Dorf einen rauschenden Ball in unserer alten Turnhalle“, freut sich Jürgen Reiber.
An diesem Abend werden die Mini- und die große Garde sowie die dazugehörigen Prinzenpaare
vorgestellt. Des Weiteren feiern wir den Krönungsball und einen Nostalgieball.

Am Faschingssonntag ist großes Gardetreffen im Partyzelt angesagt, mit zwölf Faschingsgarden
aus dem gesamtenUmland“, informiert der Ettrinarria-Präsident“.
Außerdem finden einige Vereinsbälle, der Kinderball und der Seniorennachmittag des
BRK inder alten Turnhalle statt. „Ja, hier feiert der ganze Ort Fasching“, jubelt JürgenReiber.
Das Highlight dürfte, wie schon in vergangenen Jahren, der große und in der Gegend
einzigartige Rosenmontags Nachtumzug werden. Zum ersten Mal erfreute so ein Umzug
vor 15 Jahren die Ettringer Narren und ihreGäste.
„Wir feiern demnächst also nicht nur 65 Jahre Faschingsgesellschaft Ettrinarria sondern
auch 15 Jahre Nachtumzug. Seinerzeit versuchten wir sogar einen Weltrekord aufzustellen,
mit der längsten Krapfenkette der Welt. Ein weiteres Highlight war, einen riesigen Straßen-
Walzer mit unseren Zuschauern und Gastgarden zu organisieren.
Der Umzug wurde ein voller Erfolg und seitdem besuchen uns während des Nachtumzugs
mehr als 10 000 Zuschauer und um die 2000 Mitwirkende in unserer kleinen Gemeinde – mehr geht da fast nicht“, schwärmt Jürgen Reiber.
„Schirmherr des Ettringer Faschings ist natürlich unser ebenso ’närrischer’ Bürgermeister
Robert Sturm. Organisiert wird der Umzug schon seit 2002 von unserem Georg Böck
und seiner Familie“, informiert der Faschingspräsident. (cw)
Alle Termine vom und weitere Informationen zum Faschingsverein Ettrinarria gibt
es nachzulesen unter www.ettrinarria.de


Die Brüder Samuel und Raphael Kühnel und ihr Freund Johannes Meindl finden Ettringen klasse und wohnen gerne in der beschaulichen Gemeinde. Alle drei sind Schüler des Gymnasiums in Türkheim. „In unserer Freizeit spielen wir gerne Tischtennis im Ettringer Tischtennis-Verein und dienen als Ministranten in unserer Kirche“, verrieten die drei fröhlichen Teenager.Die Brüder Samuel und Raphael Kühnel und ihr Freund Johannes Meindl finden Ettringen klasse und wohnen gerne in der beschaulichen Gemeinde.
Alle drei sind Schüler des Gymnasiums in Türkheim. „In unserer Freizeit spielen wir gerne Tischtennis im Ettringer Tischtennis-Verein ( und dienen als Ministranten in unserer Kirche“, verrieten die drei fröhlichen Teenager.


Franziska Blochum lebt seit ihrer Heirat vor 44 Jahren in Ettringen.
„Ich spaziere täglich den Rundweg
um Ettringen und manchmal auch
entlang der Wertach, in Richtung
Kirch-Siebnach“, erzählte die Witwe.
„Das weckt Erinnerungen in mir, an die Zeit mit meinem Mann Matthias, der in Ettringen geboren und vergangenes Jahr hier verstorben
ist“, so die Rentnerin mit Teilzeitbeschäftigung.

 


Aktuell bei Ettringen.info: