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Große Taten für kleine Wanderer

In den nächsten Tagen und Wochen beginnt wieder die größte Artenschutzaktion des Bund Naturschutz in Bayern e.V. 

6.000 Freiwillige retten jedes Jahr etwa 700 000 Amphibien. Die Tiere folgen ihrem Urinstinkt, nachdem sie den Winter eingegraben im Wald verbracht haben, und machen sich auf dem Weg zu ihrer Kinderstube. Einem Laichgewässer, zu dem sie meistens eine Straße überwinden müssen. Oft eine tödliche Falle.
Daher stellen auch bei uns im Unterallgäu viele engagierte Helfer Krötenzäune auf, um frühmorgens und spätabends mit Eimern bewaffnet die zahlreichen Kröten, Frösche und Molche einzusammeln und sicher zum Gewässer zu bringen.

Wie die ➡ BN Ortsgruppe Türkheim/Ettringen an der westlichen Verbindungsstraße von Irsingen.
Wichtig ist dabei die Mithilfe der Autofahrer. Nicht nur zur Sicherheit der Sammler, sondern auch für das Überleben der Amphibien, haben die Gemeinden die Geschwindigkeiten an den Sammelstellen reduziert. Auch wenn der Autoreifen das Tier gar nicht berührt, genügt schon eine Geschwindigkeit über 30 km/h, damit die Lunge der Kröte platzt.
Ohne Amphibien wäre die biologische Vielfalt in Gefahr, denn sie sind unverzichtbarer Teil einer langen Nahrungskette. Man denke nur an unsere vielen Störche, auf die wir hier im Unterallgäu so stolz sind! 
Deshalb helfen Sie bitte mit! Fahren Sie langsam, halten Sie bitte Abstand, wenn Sie unsere auffällig gekleideten Sammler sehen. In den Morgenstunden sind auch des Öfteren Kindern auf der Route dabei. 

Und wenn Sie selbst einmal uns begleiten möchten, dann melden sie sich gerne unter 0160 550 66 20. Wir freuen uns auf Neugierige.


Amazon der Analogzeit

Anzeige in der MZ 1981

Ettringen 1981
Lange bevor man Pakete per Klick bestellte, verfügte unsere Gemeinde bereits über ein hochmodernes Logistikzentrum: die legendäre ➡ Quelle-Agentur 
Der Katalog 
Zweimal jährlich traf das Druckwerk ein, das in Umfang und Gewicht mit einem mittelgroßen Ziegelstein konkurrierte.
Der Quelle-Katalog war nicht nur
Verkaufsinstrument, sondern:
Familienratgeber – Wunschtraumerzeuger – Erziehungswerkzeug („Wenn du brav bist…“).

Die Agentur 
Die Quelle-Agentur selbst bestand anfangs aus einem Tisch, drei Formularblöcken und Frau Reiber. Frau Reiber war gleichzeitig: Benutzeroberfläche – Suchfunktion – Bestellabwicklung.
Die Waschmaschine von Seite 843?“ Blättern. Stirnrunzeln. Nicken.
„Lieferzeit ungefähr drei bis… ja… Wochen.“ Drei Wochen galten damals als „express“.

Rücksendungen                                                             
Wer etwas zurückbrachte, musste Charakter beweisen.
Mit dem Paket unter dem Arm in die Agentur zu gehen, erforderte mehr Courage als heute eine Online-Rezension mit drei Sternen zu schreiben.
„Passt nicht?“ – „Nein.“ – „Ja mei.“
Das war der Kundenservice. Persönlich. Direkt. Unvergesslich.

Kommentar 
Heute kommt alles in 24 Stunden.
Damals kam es irgendwann – aber mit Vorfreude.
Und vielleicht, war das eigentliche Produkt nicht der Staubsauger, sondern das Gespräch darüber…


Gebäude (Hauptstraße 15) abgebrochen

Jetzt freie Sicht zum Kirchturm…

 

 

 

Hauptstraße 15
Bauvorhaben
Der Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung am 29.07.2024 mit einer Planänderung (Tektur) zum Bauvorhaben der B & H Wohnbau und Co. KG befasst.
Statt der ursprünglich genehmigten 9 Wohneinheiten in zwei Gebäuden sollen nun 6 Wohneinheiten in einem Gebäude errichtet werden. Die geplante Tiefgarage entfällt, das Gebäude wird teilweise unterkellert. Die Firsthöhe bleibt unverändert. Im Rahmen der Beratung wurde insbesondere die Verkehrssicherheit an der Hauptstraße diskutiert. Der Gemeinderat erteilte grundsätzlich das gemeindliche Einvernehmen zur Tektur, verband dies jedoch mit der Auflage, dass die südliche Grundstücksgrenze an der Hauptstraße von Bebauung freizuhalten ist. Der dort geplante Carport muss daher an eine andere Stelle auf dem Grundstück versetzt werden.
Eine verpflichtende Dachbegrünung der Carports wurde mehrheitlich abgelehnt.

Die Sitzungsniederschrift sowie die Beschlussauszüge stehen auf der ➡ Gemeindehomepage zum Download  (PDF) bereit.

Geschichte des Hauses  ➡ Pläne für Neubau geändert


Bienenhaus in den Ettringer Wertachauen


Emotionales Abschiedskonzert

Das Abschiedskonzert des Vollblutmusikers Max Pfluger setzte den Schlusspunkt unter seine beeindruckende 55‑jährige Laufbahn am Dirigentenpult.
Der gestrige Sonntagabend wurde zu einem emotionalen, eindrucksvollen Erlebnis, das vom begeisterten Publikum im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal des Gasthauses Kreuz in Siebnach gefeiert und mit langanhaltendem Applaus gewürdigt wurde.

Foto: Anselm Bertelmann

Foto: Anselm Bertelmann

Freundinnen und Freunde der gepflegten Blasmusik kamen voll auf ihre Kosten: Böhmische Klänge, Märsche, Polkas, Walzer sowie ausdrucksstarke Solostücke verschiedener Musikerinnen und Musiker prägten das abwechslungsreiche Programm.


Die Stunde der Wintervögel – zähl mit!

… einen hab ich schon!  😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Blick 30 Jahre zurück: Kommunalwahl 1996

CSU und SPD sind sich einig – Robert Sturm nominiert

Ettringen (emf). Mindelheimer Zeitung

Ettringen (emf). Mindelheimer Zeitung

Eintracht und Harmonie herrschten bei der Nominierungsversammlung der Ettringer CSU zwischen zwei Parteien, die in der Regel eher in gegnerischen Lagern zu finden sind: SPD und CSU haben den jungen Bürgermeisterkandidaten Robert Sturm gemeinsam aufgestellt und unterstützen ihn gemeinsam. Mit überwältigender Mehrheit beschloss die sehr gut besuchte Versammlung, diese Entscheidung des Vorstands mitzutragen. Aufgestellt wurde auch die CSU-Liste für die 16 Gemeinderatskandidaten.
CSU-Ortsvorsitzender Josef Aigster betonte, es sei „harte Arbeit“ gewesen, einen Kandidaten für das Amt zu finden, das laut Gemeinderatsbeschluss weiter hauptamtlich bleiben soll. „Nach langer Suche“, so sagte er, „hatten wir das Glück, auf den jungen, dynamischen Robert Sturm zu stoßen, der alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt“. Aigsters Stellvertreter, Ulrich Plukas von der JWU, beeindruckte die Versammlung mit einem feurigen Plädoyer für den Kandidaten; es erfülle ihn, so Plukas, mit Stolz und Freude, einen so jungen und zugleich erfahrenen, fachlich qualifizierten Kandidaten mit Zukunftsperspektiven für Ettringen präsentieren zu können.

Bemerkenswert für eine so relativ große Gemeinde wie Ettringen ist die Nominierung eines gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten durch CSU und SPD gemeinsam. Robert Sturm ist erst 30 Jahre alt und steht beruflich auf zwei Beinen: Er ist Verwaltungsfachmann und Lehrer für Deutsch und Geschichte. Bild: emf

Bemerkenswert für eine so relativ große Gemeinde wie Ettringen ist die Nominierung eines gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten durch CSU und SPD gemeinsam. Robert Sturm ist erst 30 Jahre alt und steht beruflich auf zwei Beinen: Er ist Verwaltungsfachmann und Lehrer für Deutsch und Geschichte. Bild: emf

Regierungsinspektor
Bei seiner Vorstellung sagte der dreißigjährige, aus dem Donau-Ries stammende Sturm, nach Ettringen ziehe ihn seit 1988 der schönste Grund: „Die Liebe!“ Er fühlt sich als Ettringer und hat gemeinsam mit Walter Fehle ein Heft über die ersten urkundlichen Erwähnungen Ettringens, Siebnachs und Traunrieds verfaßt. Sturm ließ sich nach dem Abitur zum Regierungs-Inspektor ausbilden, arbeite für die Regierung von Schwaben in den Abteilungen Abfallentsorgungsrecht und Schulrecht und begann 1989 nochmals zu studieren; in Eichstätt machte er 1993 seine Magisterprüfung und 1994 sein Staatsexamen in den Fächern Deutsch und Geschichte. Er war Stipendiat der Hanns-Seidl-Stiftung. Nach dem Refererendiat in Nürnberg ist er jetzt Lehrer am Bernhard Striegel-Gymnasium Memmingen Weiterlesen


Die besten Neujahrswünsche aus Ettringen


Blick 30 Jahre zurück: Weiterhin hauptamtlicher Bürgermeister

Zeitungsartikel zum Download (PDF)

Mit zwölf gegen fünf Stimmen entschied sich der Gemeinderat der 3372 Einwohner zählenden Einheitsgemeinde Ettringen, die Tätigkeit des 1. Bürgermeisters weiterhin hauptamtlich zu belassen.

Nachdem die Auseinandersetzung vor einigen Wochen zunächst in die nichtöffentliche Sitzung verlegt worden war, da es auch um Personalfragen ging, wurde das Thema nun in einer öffentlichen Grundsatzdiskussion behandelt, bei der Pro- und Contra-Argumente zur Sprache kamen.

                      Schlagwort: ⇒ Blick zurück

Große Krippe in kleinem Dorf

In Traunried wurde die Krippenausstellung eröffnet

Szene aus der großen Krippe

Szene aus der großen Krippe

Szene aus der großen Krippe

Szene aus der großen Krippe

Seit dem 3. Adventsonntag läuft in Traunried die Krippenausstellung des Veteranenvereins „Wir haben seinen Stern gesehen“, die im Rahmen einer Andacht in der ➡ Traunrieder Kapelle feierlich eröffnet wurde. Bei der Andacht wurde die Geschichte der Hl. Drei Könige in Bezug zur Krippenausstellung gesetzt.
Ludwig Gassner, erster Vorstand des Veteranenvereins, begrüßte im Anschluss die anwesenden Gäste aus Kirche, Politik und aus nah und fern.
Bei den Grußworten im Ausstellungsraum des ➡ Dorfgemeinschaftshauses erinnerte der Mindelheimer Dekan Pater Michael an die erste Krippe des Hl. Franz von Assisi im Jahr 1223 und an die erfolgreiche Verbreitung dieses Brauches bis zum heutigen Tag.

Bürgermeister Robert Sturm zeigte sich nach einer Anekdote aus seiner Kindheit wieder begeistert vom Engagement des kleinen Dorfes, das eine wirklich sehenswerte Krippenausstellung zusammengestellt und in wunderschönem Rahmen präsentiert. Er hob dabei hervor, dass die große Krippe (früher in der Kapelle aufgestellt) bei jeder Ausstellung den Mittelpunkt bildet, aber immer wieder in veränderter Form mit neuen Perspektiven und Zusammenstellungen präsentiert wird. Er selbst sei immer gespannt, was in diesem Jahr Neues zu entdecken sei und bedankte sich beim Veteranenverein und allen Helfern für die Organisation und Durchführung der Ausstellung.
Christian Müller gab den Anwesenden zum Abschluss der Eröffungsfeier einen Überblick über die vielen sehenswerten Exponate, die größtenteils aus privaten Haushalten im Dorf, aus der Dorfkapelle St. Wendelin sowie aus Sammlungen in München stammen. Es gelang auch, die Brücke in die Moderne zu schlagen mit Exponaten des Wörishofener Künstlers ➡ Heinrich Wolf, der unter anderem wunderschöne Bilder passend zum Thema der Ausstellung zur Verfügung gestellt hat. Weiterlesen