Historisches


Siebnach im Dritten Reich: Das Ende naht

Stefan Schmid erinnert sich:

(…) Die Flieger brausten über mich in Richtung Papierfabrik hinweg und verschwanden. Als ich wieder mit dem Rad weiterfahren wollte, hörte ich eine furchtbare Detonation. (…)  ➡ weiterlesen (PDF)

 

 

                  Geschichte: Siebnach im Dritten Reich

Eine Zeitzeugin erzählt: Als in Mindelheim die Seuche grassierte

MINDELHEIMER ZEITUNG. Helene Steidele in jungen Jahren. Das Foto entstand 1949.

MINDELHEIMER ZEITUNG. Helene Steidele in jungen Jahren. Das Foto entstand 1949.

In der Stadt herrschte vor 71 Jahren schon einmal der Ausnahmezustand. Ursache war ein gefährlicher Virus. Wie Helene Steidele die Zeit damals erlebt hat.


Für etliche ältere Unterallgäuer ist die Corona-Pandemie nicht die erste Seuche, die sie erleben. Bei MZ-Leserin Helene Steidele aus Mindelheim weckt die derzeitige Situation Erinnerungen an 1949. „Im März 1949 grassierte in Mindelheim eine Krankheit, die zunächst als Grippe gedeutet wurde“, schreibt sie. „Als bei den Patienten nach zehn Tagen das hohe Fieber nicht sinken wollte, wurden Blut- und Stuhlproben ins Labor geschickt und die erschreckende Antwort lautete: Typhus.“(…)  ➡ weiterlesen mz-online


Siebnach im Dritten Reich: Der Fliegerangriff auf Schwabmünchen

Am 4. März 1945 wurde Schwabmünchen von einem schweren Bombenangriff heimgesucht, bei dem 61 Einwohner getötet wurden. Da der Zugang zu Luftschutzbunkern Kriegsgefangenen, Polen und sogenannten Ostarbeitern ab 1942 grundsätzlich untersagt wurde, befand sich unter den Opfern vier osteuropäische bzw. russische Zwangsarbeiter: drei Männer vom Lager Kroen und eine Zwangsarbeiterin, die als Landarbeiterin verzeichnet wurde. Ein Viertel des Stadtgebietes wurde total zerstört, zwei Drittel wurden schwer beschädigt. Am 27. April 1945 sind die Amerikaner kampflos in Schwabmünchen einmarschiert. (WIKIPEDIA)

Ein Bild der Verwüstung: So sah die Fuggerstraße nach dem Bombenangriff aus. Das Gebälk des Kirchturms war bereits in sich zusammengestürzt.

Ein Bild der Verwüstung: So sah die Fuggerstraße nach dem Bombenangriff aus. Das Gebälk des Kirchturms war bereits in sich zusammengestürzt. Bild Stadtarchiv Schwabmünchen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erinnerungen von Stefan Schmid

Am Sonntag, den 4. März 1945 lag ich vormittags auf dem Sofa in der Wohnstube und hörte den Luftalarm-Sender der mit seiner Erkennungsmelodie in Betrieb war. Das war das Signal, dass demnächst eine Warnung über feindlich Bomber, die sich in unserem Raum befinden, gemeldet wird.(…) ➡ weiterlesen (PDF)

Schwabmünchner „Zeitzeugen des Grauens“ erzählen… 

Alle Infos zum Film und die aktuellen Vorführtermine…
                  Geschichte: Siebnach im Dritten Reich

Siebnach im Dritten Reich: Rationierung von Textilien, Treibstoffen….

Erinnerungen von Stefan Schmid

In der Zeitung stand heute, dass mit Wirkung vom 20.November 1939 im Reich die Kleiderkarte eingeführt wird. Ausgenommen vom Punktesystem ist Arbeitskleidung.
Nun haben wir eine Lebensmittelkarte, eine Fettkarte und nun auch eine Kleiderkarte. Benzin und Rohöl (Diesel) gibt es schon seit Anfang des Monats nur noch auf Bezugschein. Eine Raucherkarte soll demnächst folgen.

 Geschichte: Siebnach im Dritten Reich

Mindelheimer Zeitung von 1920

 

Ein Dachbodenfund von Andreas Scheitle

 ➡ Download als PDf (1,58 MB)

 

(…) Ingolstadt: Kühner Fluchtversuch
Ein wegen Landstreicherei verhafteter Bursche machte einen tollkühnen Fluchtversuch. Auf der Donaubrücke riss er sich plötzlich los und stürzte sich mit einem kühnen Kopfsprung in die tiefe und reißende Donau. Als er bemerkte, dass er von Pionieren verfolgt werde, schwamm er wieder an Land und ließ sich neuerdings festnehmen.(…)


Ein Dorfrundgang vor über 100 Jahren

Gruß aus Ostettringen

                      Schlagwort: Damals und heute

Siebnach im Dritten Reich: Die Hitler-Eiche wird gepflanzt

Symbolbild

Erinnerungen von Stefan Schmid

Dann eines Abends Ende April wurde von der Feuerwehr ein großer Maibaum aufgestellt.
Schon Abende vorher gruben Feuerwehrleute ein tiefes Loch an der Straßengabelung Höfener Straße – Hiltenfinger Straße.
Zuvor wollte man den gusseisernen Wegweiser der dort seit Ende des 19. Jahrhunderts stand, entfernen. (…) ➡ weiterlesen als PDF

     Geschichte: Siebnach im Dritten Reich
Gabelung Hahnenbichl- und Hochstraße

Gabelung Hahnenbichl- und Hochstraße

 

Anscheinend fasste die Nazipartei, wider Erwarten, sehr schnell in Ettringen Fuß. Zu Hitlers  fünfzigsten Geburtstag im Jahr 1939 pflanzte man auf der Gabelung Hahnenbichl- und Hochstraße eigens eine sogenannte „Adolf-Hitler-Linde.“ Wenn man Klassenbilder von der Ettringer Schule aus dem Jahre 1934, also ein Jahr nach der berühmt, berüchtigten „Machtübernahme“ betrachtet, so muss man überraschend feststellen, dass im Hintergrund an den Wänden sich mehrere Hakenkreuze und ein Hitlerbild befinden.(…) Dr. Martin Kleint

   Geschichte: Drei schwäbische Dörfer...

Umgehungsstraße: Ein lachendes und ein weinendes Auge

Ettringer Geschäftsleute sehen der Eröffnung der Ortsumgehung am 16. September 2005  mit gemischten Gefühlen entgegen Von unserer Mitarbeiterin Eva-Maria Frieder

 

 

Ein großer Tag für Ettringen wird die offizielle Verkehrsfreigabe der Ortsumgehung sein, die für den 16. September geplant ist. Nicht alle begrüßen diesen Tag mit ungetrübter Freude. Insbesondere die Geschäftsleute befürchten Einbußen und blicken recht bang in die Zukunft. Die Mindelheimer Zeitung befragte einige von ihnen.
Damals, als die Planungen für eine Umgehungsstraße anliefen, spaltete sich der Ort in eine Pro- und eine Contra-Partei. Zwar kam es letztlich nicht zu einem formellen Bürgerbegehren, weil nicht genug Unterschriften gesammelt werden konnten, und die Gemüter beruhigten sich im Lauf der Zeit auch wieder. Dennoch hat der Riss, der damals durch die Gemeinde ging, Narben hinterlassen, die zum Teil bis heute schmerzen.

Es sind deshalb einige unter den Befragten, die sich zum Thema lieber nicht oder nur anonym äußern wollen. So wie ein Anlieger der Hauptstraße, der für Ettringen als Einkaufsstandort schwarz sieht. „Ich sehe es kommen, dass Ettringen schwer leiden wird“, sagt er. „Außerdem glaube ich, dass weiterhin viele Lkw durchs Dorf fahren werden, weil sie die Maut vermeiden wollen.“

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Gutes Altes pflegen, gutes Neues begrüßen

 


Ettringer Trachtenverein „D’Wertachtaler“ feierte 80-jähriges Jubiläum mit einem farbenprächtigen Waldfest
Von unserer Mitarbeiterin Eva-Maria Frieder

„Dau sott ma schier gar na gau“, dachten sich viele, als sie von dem Waldfest hörten, zu dem der Ettringer Heimat- und Volkstrachtenverein „D’Wertachtaler“ aus Anlass seines 80-jährigen Gründungsjubiläums einlud.
Gesagt, getan! Einen ganzen Sonntag lang ging’s mit Scharen von Gästen erst feierlich, später lustig zu beim Trachtlerheim und der schönen, neuen Tanzbühne, die bei dieser Gelegenheit auch gleich eingeweiht wurde.

Über das Wetter sind der Worte schon genug gewechselt, deswegen soll nur soviel festgestellt werden: Man war froh, dass es nicht ununterbrochen, sondern nur halbstundenweise regnete und dass die Temperaturen im Plusbereich blieben. Dieser Sommer macht bescheiden. Die Stimmung jedenfalls hätte auch bei strahlendem Sonnenschein nicht besser sein können.(…)

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Erlebnisse einer Siebnacher Wehrmachtshelferin

Bei den Kriegserlebnissen von Sabina Raffler haben außerdem ihre Erfahrungen als ehemalige Wermachtshelferinnen mit eingebracht:

Anneliese Mende, Weselburen / Holstein
Lydia Kruffka, München
Gertrud Petzhold, Türkheim

➡ (PDF) Vorwort Stefan Schmid

➡ (PDF) Wehrmachtshelferinnen

 

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                       Geschichte "Siebnach im Dritten Reich"