In Traunried wurde die Krippenausstellung eröffnet
Seit dem 3. Adventsonntag läuft in Traunried die Krippenausstellung des Veteranenvereins „Wir haben seinen Stern gesehen“, die im Rahmen einer Andacht in der ➡ Traunrieder Kapelle feierlich eröffnet wurde. Bei der Andacht wurde die Geschichte der Hl. Drei Könige in Bezug zur Krippenausstellung gesetzt.
Ludwig Gassner, erster Vorstand des Veteranenvereins, begrüßte im Anschluss die anwesenden Gäste aus Kirche, Politik und aus nah und fern.
Bei den Grußworten im Ausstellungsraum des ➡ Dorfgemeinschaftshauses erinnerte der Mindelheimer Dekan Pater Michael an die erste Krippe des Hl. Franz von Assisi im Jahr 1223 und an die erfolgreiche Verbreitung dieses Brauches bis zum heutigen Tag.
Bürgermeister Robert Sturm zeigte sich nach einer Anekdote aus seiner Kindheit wieder begeistert vom Engagement des kleinen Dorfes, das eine wirklich sehenswerte Krippenausstellung zusammengestellt und in wunderschönem Rahmen präsentiert. Er hob dabei hervor, dass die große Krippe (früher in der Kapelle aufgestellt) bei jeder Ausstellung den Mittelpunkt bildet, aber immer wieder in veränderter Form mit neuen Perspektiven und Zusammenstellungen präsentiert wird. Er selbst sei immer gespannt, was in diesem Jahr Neues zu entdecken sei und bedankte sich beim Veteranenverein und allen Helfern für die Organisation und Durchführung der Ausstellung.
Christian Müller gab den Anwesenden zum Abschluss der Eröffungsfeier einen Überblick über die vielen sehenswerten Exponate, die größtenteils aus privaten Haushalten im Dorf, aus der Dorfkapelle St. Wendelin sowie aus Sammlungen in München stammen. Es gelang auch, die Brücke in die Moderne zu schlagen mit Exponaten des Wörishofener Künstlers ➡ Heinrich Wolf, der unter anderem wunderschöne Bilder passend zum Thema der Ausstellung zur Verfügung gestellt hat.
Die für eine kleine Dorfkapelle viel zu großen Krippe, um die sich die Ausstellung rankt, wird wieder in der Raummitte präsentiert, um den Besuchern verschiedene Blickwinkel auf die wunderschönen bis zu 75 cm großen Figuren zu ermöglichen, die um 1880 aus Alabastergips in einer Manufaktur (vermutlich für die Kirche in Schwabegg) gefertigt wurden. Durch die Traunrieder Familie Kraus kamen die Figuren nach Traunried. Die große Anzahl an Figuren und das erhaltene Ensemble dürften das Besondere an dieser Krippe sein, die in dieser Art auch in keiner der einschlägig bekannten Krippensammlungen zu finden ist.
Für die interessierten Besucher ist die Krippenausstellung in Traunried noch bis zum ➡ 6. Januar 2026 jeden Sonn- und Feiertag von 13.30 bis 17 Uhr geöffnet. Auch die weihnachtlich geschmückte Dorfkapelle kann zu diesen Zeiten besucht werden. Text und Bilder: Veteranenverein Trauried
Blick zurück: ➡ (2003) Traunrieder Krippenausstellung
























