Blick 30 Jahre zurück: Kommunalwahl 1996

CSU und SPD sind sich einig – Robert Sturm nominiert

Ettringen (emf). Mindelheimer Zeitung

Ettringen (emf). Mindelheimer Zeitung

Eintracht und Harmonie herrschten bei der Nominierungsversammlung der Ettringer CSU zwischen zwei Parteien, die in der Regel eher in gegnerischen Lagern zu finden sind: SPD und CSU haben den jungen Bürgermeisterkandidaten Robert Sturm gemeinsam aufgestellt und unterstützen ihn gemeinsam. Mit überwältigender Mehrheit beschloss die sehr gut besuchte Versammlung, diese Entscheidung des Vorstands mitzutragen. Aufgestellt wurde auch die CSU-Liste für die 16 Gemeinderatskandidaten.
CSU-Ortsvorsitzender Josef Aigster betonte, es sei „harte Arbeit“ gewesen, einen Kandidaten für das Amt zu finden, das laut Gemeinderatsbeschluss weiter hauptamtlich bleiben soll. „Nach langer Suche“, so sagte er, „hatten wir das Glück, auf den jungen, dynamischen Robert Sturm zu stoßen, der alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt“. Aigsters Stellvertreter, Ulrich Plukas von der JWU, beeindruckte die Versammlung mit einem feurigen Plädoyer für den Kandidaten; es erfülle ihn, so Plukas, mit Stolz und Freude, einen so jungen und zugleich erfahrenen, fachlich qualifizierten Kandidaten mit Zukunftsperspektiven für Ettringen präsentieren zu können.

Bemerkenswert für eine so relativ große Gemeinde wie Ettringen ist die Nominierung eines gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten durch CSU und SPD gemeinsam. Robert Sturm ist erst 30 Jahre alt und steht beruflich auf zwei Beinen: Er ist Verwaltungsfachmann und Lehrer für Deutsch und Geschichte. Bild: emf

Bemerkenswert für eine so relativ große Gemeinde wie Ettringen ist die Nominierung eines gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten durch CSU und SPD gemeinsam. Robert Sturm ist erst 30 Jahre alt und steht beruflich auf zwei Beinen: Er ist Verwaltungsfachmann und Lehrer für Deutsch und Geschichte. Bild: emf

Regierungsinspektor
Bei seiner Vorstellung sagte der dreißigjährige, aus dem Donau-Ries stammende Sturm, nach Ettringen ziehe ihn seit 1988 der schönste Grund: „Die Liebe!“ Er fühlt sich als Ettringer und hat gemeinsam mit Walter Fehle ein Heft über die ersten urkundlichen Erwähnungen Ettringens, Siebnachs und Traunrieds verfaßt. Sturm ließ sich nach dem Abitur zum Regierungs-Inspektor ausbilden, arbeite für die Regierung von Schwaben in den Abteilungen Abfallentsorgungsrecht und Schulrecht und begann 1989 nochmals zu studieren; in Eichstätt machte er 1993 seine Magisterprüfung und 1994 sein Staatsexamen in den Fächern Deutsch und Geschichte. Er war Stipendiat der Hanns-Seidl-Stiftung. Nach dem Refererendiat in Nürnberg ist er jetzt Lehrer am Bernhard Striegel-Gymnasium Memmingen

Hobby: Bierbrauen

Sturms Hobby ist das Bierbrauen. Durch seine beruflichen Voraussetzungen sowohl in Verwaltung als auch in der Pädagogik hält er sich als Kandidat für geeignet. Er sei, so meinte er, vermittelnd ebenso wie durchsetzungsfähig und wolle mit dem gesamten Gemeinderat gut zusammenarbeiten.
Bei der anschließenden Nominierung der Gemeinderatskandidaten bestimmte die Versammlung die Reihenfolge der ersten fünf Kandidaten, die weiteren ergaben sich aus der erzielten Stimmenzahl.

Folgendermaßen sieht die Liste der CSU/Parteilose Wähler aus:
Josef Aigster
, Diplom-Ingenieur Papier. Ulrich Plukas, Diplom-Kaufmann. Manfred Göster, Techn. Inspektor. Roland Scherbaum, Bankkaufmann. Elisabeth Walter, Hausfrau. Wolfgang Steffens, Landwirt. Dr. Roman Leuthner, Wirtschaftsjournalist. Anton Böck, Rentner. Egon Kubelka, Elektromeister. Susi Doll, Hausfrau. Georg Böck, Maurermeister. Siegfried Zimmer, Fuhrunternehmer. Karl Hienle, Landwirt. Josef Schmid, Landwirt. Rudolf Rid, Betriebsmaler. Franz Hartner, Landwirt.

Ersatzkandidat ist Johann Schmid. Die CSU ist um eine Listenverbindung mit Traunried bemüht.

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