KI-Rechenzentrum in Amberg im Unterallgäu
In der Gemeinde Amberg im Unterallgäu plant das Start-up Polarise den Bau eines riesigen KI-Rechenzentrums. Die Anlage soll deutlich größer werden als das bereits eröffnete Zentrum in München und voraussichtlich im Jahr 2027 in Betrieb gehen. Geplant ist zunächst eine Leistung von rund 30 Megawatt, die später auf bis zu 120 Megawatt erweitert werden kann. Damit würde das Rechenzentrum eine wichtige Rolle beim Ausbau der Rechenkapazitäten für künstliche Intelligenz in Deutschland spielen.
Ein zentraler Standortfaktor ist die Energieversorgung. Der benötigte Strom soll größtenteils aus erneuerbaren Quellen stammen, insbesondere aus einem bereits bestehenden und geplanten Solar- und Windpark in der Region. Insgesamt könnten dadurch etwa 125 Megawatt Strom lokal erzeugt werden.
Besonders bemerkenswert ist der Standort selbst: Das Rechenzentrum soll auf dem Gelände des ehemaligen Kurzwellensenders Wertachtal entstehen. Diese große Rundfunkanlage wurde früher für internationale Kurzwellensendungen genutzt und 2013 stillgelegt. Durch das neue Projekt wird das Areal erneut technisch genutzt – diesmal jedoch nicht mehr für Radiosignale, sondern für moderne KI-Rechenleistung.
Die Investition dürfte mehrere Milliarden Euro betragen. Neben einer zweistelligen Zahl an direkten Arbeitsplätzen im Rechenzentrum werden auch zusätzliche Jobs bei regionalen Dienstleistern erwartet. Das Projekt soll außerdem zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region beitragen und den Aufbau einer europäischen KI-Infrastruktur unterstützen.
Quelle: AUGSBURGER ALLGEMEINE
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