Traunried

 

Das Dorf Traunried ist, wie auch seine Weiler, in und an der Grenze der Urmark von Erringen-Hiltenfingen und Mänchingen entstanden. Es ist aus einer Rodung hervorgegangen, wie seine Nachsilbe -ried schon verrät. Die erste Silbe mag aus dem althochdeutschen Worte thrawian = drohen hervorgegangen sein; denn um 1280 wurde der Ortsname Trawnrieht geschrieben.

Wahrscheinlich bestand auf dem Grund und Boden des jetzigen Anwesens Hausnummer 25 (Wiedemann, Karl) das erste und sicherlich auch für längere Zeit einzige Gut Traunrieds. Es gehörte den welfischen Mannen auf Mindelberg; denn ein Heinrich von Mindelberg überließ laut einer Urkunde von 1282 dort einen Hof dem Kloster Steingaden, den ein Wernhard von Hürnbach von ihm zum Lehen hatte (Hürnbach muss ein aufgelassener Hof in der Nähe von Mattsies gewesen sein).

Erste Urkunde

Erste Urkunde

Wir lesen darüber folgendes: „In nomine domini, Amen… Huius rei gratia nosse volumus universos, quod nos curiam unam predii nostri in Trawnrieht, quod ad nostros procedessores de Mindelberch pertinuit ab antiquo, tarn es debiti onere, quam honeste sue, Domini Wernhardi de Hurenberch petitionis ob instantiam, monasterio Sancti Johannis in Steingadim iure domini nee non cum proprietatis titulo, quod nobis competebat, de eadem tradidimus perpetuo ad fruendum… Datum Mindelhain, anno domini MCCLXXXII in vigilia Sancti Andree Apostoli.“ (Im Namen des Herrn, so sei es… Daher wollen wir allen verkünden, dass wir einen Hof unseres Besitztums in Traunried, welcher schon seit alters her unseren Ahnen von Mindelberg gehörte, sowohl aus einer Schuldverpflichtung als auch aufgrund der unmittelbaren Bitte des ehrenhaften Herrn Wernhard von Hürnbach dem Kloster des Heiligen Johannes in Steingaden nach Herrenrecht nicht nur als Eigentum soweit es uns angeht, sondern auch zum ewigen Nießbrauch übergeben haben…Gegeben zu Mindelheim im Jahre des Herrn 1282 am Tag vor St. Andreas des Apostels. (29.11.)) (s. Sturm, Die ersten schriftlichen Erwähnungen Ettringens). Erinnern wir uns an die Jahreszahl die im Giebel der Siebnacher Mohrenwirtschaft zu lesen ist: MCCLXXVI (1276). Besteht vielleicht hier eine Verbindung zwischen den Jahresangaben 1276 und 1282?

1425 besaß in Traunried das Kloster zwei Höfe. 1489 beschworen fünf Bauern von hier den Landfrieden der Stadt Augsburg. Durch Rodung wurde die Anbaufläche weiter vergrößert, und damit entstanden immer mehr Höfe. Dass in Traunried in alter Zeit dichter Wald gestanden hat, bezeugen heute noch die Flurnamen wie »Bärenmahd«, westlich der Ortschaft gelegen, oder »Wolfsloh«, gelegen im Bereiche des Anwesens Hausnummer 17 (Fischer Josef).

Der zweite Hof mag die Hausnummer 10 (Gassner Josef) gewesen sein und nördlich von ihm als dritter Hof die Nummer 15 (Müller Xaver). Außer Wernhard von Hürnbach werden noch andere Begüterte als Hofbesitzer in Traunried genannt. 1336 lesen wir von einem Schnitzer von Traunried, 1372 von einem Erhard der Ostheimer und von einem Schnellmann um 1400. Leider kann man nicht genau feststellen, ob der genannte Ostheimer ein Bruder oder gar der Vater des Ettringer Ostheimers gewesen ist, der als »Conrad der Ostheimer« im Jahre 1386 das erste Mal in Ettringen erwähnt wurde.

Obwohl Traunried früher gänzlich von Wald umschlossen gewesen sein muss, kamen auch die marodierenden Soldaten im 30jährigen Kriege hier hin. Wir erfahren aus den Listen des Gerichts Mittelneufnach über die unbesetzten Höfe des Spitals, dass 1640 ein Hof und zwei Sölden im Weiler verwaist waren. Bedeutend besser ging es den Dörflern, als marodierende französische Husaren unsere Gegend unsicher machten. Wir hören weiterhin davon, dass die Franzosen, die im Jahre 1800 die Zehentstädel in Siebnach plünderten, auch Traunried gesucht haben sollen. Durch seine versteckte Lage hinter dem damals bestimmt bewaldeten Föhrenberge und den ihn nach allen Seiten umgebenden Wald haben sie es aber nicht gefunden.

Das Spital in Augsburg besaß schließlich drei Höfe, die 1718 durch Verkauf an die Imhof zu Untermeitingen gingen. Die Imhofs waren eine gut angesehene und reiche Patrizierfamilie in Augsburg. Hatte doch der Bruder von Jacob Fugger dem Reichen, Georg (1453 – 1506), eine Imhof zur Frau genommen, obwohl diese ernsthafte Konkurrenten der Fugger waren. Nachdem die Imhofs im 19. Jahrhundert in finanzielle Schwierigkeiten gerieten, verkauften sie nach und nach kleinere Parzellen von 60 oder 70 Tagwerk an die Traunrieder Bauern. Der Name „Baronsholz“ und „Junkerfeld“ südlich der Ortschaft erinnern noch an die damaligen adligen Besitzer. Vier Grenzsteine wurden seinerzeit gefunden, die praktisch die Eckpunkte des ehemaligen Besitztums angaben.

Traunried wird eigene Gemeinde

Traunried wird eigene Gemeinde

Um 1870 herum ging den Imhofs der gesamte Traunrieder Besitz verloren. Die übrig gebliebenen Parzellen wurden bei der Flurbereinigung im Jahre 1953 zusammengelegt.

Das Dorf Traunried gehörte zur Markgrafschaft Burgau, die niedere Gerichtsbarkeit übte dabei das Kloster Steingaden aus und die hohe die Herrschaft in Schwabegg. Der Imhofanteil mit drei Gütern unterstand allerdings dem reichsritterschaftlichen Gute Untermeitingen.

Im Jahre 1818 hatte der Weiler 12 Höfe mit 58 Einwohnern. Ein Jahr später, am 18. Juni 1819, wurden Traunried, Aletshofen, Forsthofen und Höfen aus dem Gemeindeverband mit Siebnach getrennt. Die Urkunde, die die Traunrieder in die Selbstständigkeit entließ, hatte folgenden Wortlaut:

  

Abschrift.
ad Num: 21921
Kamer des Innern.                                                            Augsburg den 18 Juny 1819.

Im Namen
Seiner Majestät des Königs

Bei den einberichteten Verhältnißen wird auf den Grund des allerhöchsten Rescriptes vom 7ten Febr. dieses Jahres in unter bemerktem Betreffe anmit bewilliget, daß die Weiler und Einödhöfe Traunried, Aletshofen, Forsthofen, und Höfen aus dem Gemeinde Verbande mit Siebnach getrennt werden, und unter dem Namen

Traunried

eine eigene Rural Gemeinde bilden.

Hiervon ist die neue Gemeinde Traunried, und die Pfarrgemeinde Simnach zu verständigen, und es sind zur Wahl der Traunrieder Gemeinde Vorstellung die erforderlichen Einleitungen zu treffen, auch ist das Resultat dieser Wahl anher anzuzeigen.

Königl. Regierung des Ober Donau Kreises.

In Abwesenheit des 2. Rggs. Präsidenten
Raiser           v.Quante
                                                                           Seel.

In Fidem Copia
Königl. Baier. Landgericht Türkheim
Schöllhorn

Siegel
Landg. Türkheim

Die im Halbkreis Traunried begrenzenden ausgedehnten Wälder gaben ihre überschüssige Feuchtigkeit talwärts ab, um im eigentlichen Dorfbereich wie in einem Trichter zusammenzulaufen. Von dem feuchten und sumpfigen Untergrunde zeugt ein Prügelweg, der beim Straßenbau im Jahre 1968 in etwa 1,20 m Tiefe zum Vorschein kam. Er führte an der ehemaligen Käsküche vorbei aufwärts bis zum Haus Nummer 25 (Wiedemann Karl).

Zu diesem Hofe gehörte früher der Grund des jetzigen Anwesens Nr. 3 (Weippert). Der Gastwirtschaft Nr. 21 (Kraus Ulrich) war das Anwesen Nr. 24 (Schnatterer Hubert Hausname „Beit“) und Nr. 7 (vormals Urbin jetzt Anwander ) zugeordnet. Ebenso war das Anwesen Nr. 13 (Schnatterer Johann Hausname „Greanawald“) mit der Nr. 4 (Horber Georg) verbunden. Das heutige Anwesen Nr. 2 (Wiedemann Simon) war einst das Pfründehaus vom Hofe Nr. 12 (Müller Andreas Hausname „Lenzabauer“).

Hof von Wiedemann Karl 2002

Hof von Wiedemann Karl 2002

Auf der Gastwirtschaft Kraus besteht schon seit über 200 Jahren das Recht eine „Taverne“ zu betreiben. Die Gastwirtschaft wurde zum Jahresende 2014 geschlossen.  Beim Umbau des Hauses im Sommer 1978 kamen im ersten Stockwerk mehrere gemauerte Türeinfassungen in der südlichen Außenmauer zum Vorschein. Diese bauliche Besonderheit lässt zwei Möglichkeiten zu, einmal kann das Gebäude früher eine kleine Brauerei gewesen sein, zum anderen eine Bäckerei. Die Säcke mit Braugerste oder mit Mehl wird man mit einer Seilwinde hochgezogen haben, um das Getreide oder die Mehlsäcke im Obergeschoss zu lagern. Dazu waren die bisher durch den Putz verdeckten Türen vorhanden. Der Gasthof besaß früher einen Eiskeller, in dem das Bier in den Fässern den ganzen Sommer über kühl gelagert werden konnte. An kalten Wintertagen sägte dann der Wirt entweder das Eis aus einem kleinen Löschweiher oberhalb der Wiese, die sich südlich der neuen Bäckerei (sie wurde im April 2000 geschlossen) erstreckte und lagerte es in dem mit dicken Mauern isolierten Eiskeller, der sich auf der nördlichen Seite des Gebäudes befand oder der Gastwirt besaß ein Holzgerüst einen sogenannten „Eisgalgen“, welcher beim Einfall von Kälte mit Wasser angespritzt wurde, sodass sich riesige Eiszapfen bildeten, die dann abgeschlagen und ebenso zur Kühlung des Bieres eingelagert wurden.

Gastwirtschaft Kraus 2003

Gastwirtschaft Kraus 2003

Die dem vorhin angeführten Pfründehaus vom Hof Nr. 12 benachbarte alte Schmiede stand ursprünglich an der Stelle des Stadels gegenüber dem Hause Nr. 9 (Schmid Johann). Sie soll um 1700 gebaut worden sein. In den Jahren um 1840 brach man das Gebäude Stein für Stein sorgfältig ab und stellte es so, wie es gewesen war, mit den gleichen Ziegeln und Fenstern an die gegenwärtige Stelle. Die Kohle für die Schmiede brannte der Köhler Hummel gegenüber den Häusern Nr. 57/58 (Macht, Wagner), deshalb heißt dieser Platz heute noch die Kohlstatt.

 

 

Alte Schmiede

Alte Schmiede

Nach dem Kriege bis in die 90er Jahre hinein schaffte täglich in der Schmiede der weithin bekannte und beliebte Meister Wiedemann. Er hatte sein schweres Handwerk in München in der Beschlagschule der Universität erlernt und war deshalb ein sehr begehrter Hufschmied im weiten Umkreis, der vor allem den orthopädischen Beschlag beherrschte. In seiner schwarz verräucherten Werkstatt hing eine große, rechteckige Tafel mit allen unterschiedlichen, orthopädischen Hufeisen für hufkranke Pferde. Wiedemann starb im hohen Alter von 95 Jahren im Jahre 2002. 

Der alte Schmied Wiedemann

Der alte Schmied Wiedemann

Verschiedene Hufeisen

Verschiedene Hufeisen

Die erste Molkerei entstand in dem Hause, in dem sich die Bäckerei und das Geschäft Kraus befand. Im Jahre 1911 baute man dann die ehemalige Käsküche, die dann 1975 stillgelegt wurde, da die Milch mit einem Tankwagen ab Hof geholt wurde. Nach eingehenden Besprechungen und Überlegungen baute der 1933 gegründete Schützenverein das Gebäude im Jahre 1977 in ein schmuckes Schützenheim um und renovierte im Sommer 1981 die Fassade gemeinsam mit der Außenmauer der kleinen Kapelle gegenüber mit einem Kostenaufwand von 120.000 DM.

Die großen und völkermordenden Kriege haben natürlich auch vor der kleinsten Gemeinde nicht haltgemacht. So nahmen sechs junge Männer in den Kriegen 1866 und 1870/71 von Traunried teil. Im ersten Weltkriege waren es 57, von denen zehn in die Heimat nicht zurückkehrten. Im zweiten Weltkriege 1939/45 mussten 52 Männer einrücken, von denen fünf fielen und 11 vermisst blieben, ihre Angehörigen in schmerzlicher Ungewissheit lassend.

Im Jahr 1871 schaffte sich die damalige Gemeinde Traunried eine „kleine vierrädrige Löschmaschine“ für 128 RM an, obwohl die eigentliche Gründung der Wehr erst am 20. Juni 1881 erfolgte. Grund dafür war ein königlich bayerischer Erlass, der sogenannte Pflichtfeuerwehren für alle Orte vorschrieb. Aus Kriegsbeständen erwarb man dann 1948 die erste Motorspritze, die 1964 durch eine neue Spritze mit Löschanhänger abgelöst wurde.
2004 entschied man sich schließlich bei einer Generalversammlung die Wehr zu einem Verein zu erheben mit einer juristisch einwandfreien Satzung. Ebenso machte man sich für die Zukunft Gedanken um ein neues Feuerwehrhaus, da das alte hinter dem Schützenheim altersschwach und baufällig ist.

Wendelinskapelle

Wendelinskapelle

Teilte Traunried die Kirche mit den Siebnachern, so besaß es doch schon vorher eine kleine Kapelle. Sie erhob sich wahrscheinlich an der gut sichtbaren Stelle, an der heute das alte, verwitterte Wegkreuz am alten Kirchweg mit der hinweisenden Bezeichnung auf dem »Kapellenberg« steht.

Luftaufnahme von 1977

Luftaufnahme von 1977

 

 

 

 

 

 

 

Östlich davon wurde in den Jahren 1968/69 ein Aussiedlerhof der Betriebsgemeinschaft für Ferkelerzeugung und Schweinemast erbaut. Dieser Hof bildete ein Novum auf landwirtschaftlichem Gebiet hinsichtlich der Besitzverhältnisse. Drei junge Bauern schlossen sich zu einer Art Aktiengesellschaft zusammen, indem sie einmal ihr Land und zum anderen jeder einen bestimmten Kapitalanteil in den gemeinsamen Betrieb einbrachten.

Zwei weitere Aussiedlerhöfe wurden 1982 (März, Hubert) und 2000 (Hohenegger) nahe der Straßenkreuzung Siebnach – Höfen – Kirch Siebnach gebaut. In den Jahre 1983/84 verbreiterte, schüttete und teerte man die Straßen von Traunried nach Forsthofen und von Traunried bis zur Kreuzung Staatsstraße – Aletshofer Straße neu, während man 2001 die Straße von Kirchsiebnach nach Traunried mit einer neuen Teerdecke überzog.

Ende 1979 erhielten die beiden Weiler Aletshofen und Höfen endlich eine Straßenbeleuchtung.

Doch nun noch einmal zurück in das Jahr 1712, dem Baujahr der herrlich gelegenen Wendelinskapelle, die mit einer Messlizenz ausgestattet wurde. Etwa zehnmal im Jahre wird hier die Heilige Messe gefeiert. 1819 wurde die Kapelle wieder hergestellt, nachdem sie im Zuge der Säkularisation profanen Zwecken zugeführt worden war. Der Altar stammt aus der Zeit um 1720/30. Am 9. April 1889 schlug ein Blitz in einen neben der Kapelle stehenden Baum, wobei das Türmchen der Kapelle so beschädigt wurde, dass es neu gemauert werden musste. Eine weitere Renovierung erfuhr sie schließlich im Jahre 1949/50. In der kleinen Andachtsstätte steht eine Madonna, die aus dem 16. Jahrhundert stammen soll.

Altartisch

Altartisch

Altar

Altar

 

 

 

 

 

 

Im Jahre 1981 wurde die Außenfassade der Kapelle renoviert, wie bereits berichtet. Sie bekam einen gelben Anstrich mit einem rotbraunen Helm, nachdem sie vorher mit weißer Farbe gestrichen gewesen war und der kleine Turmhelm eine weißgraue Farbe gehabt hatte. 1990 erneuerte man den schadhaften Fußboden in der Wendelinskapelle.

Hl. Wendelin

Hl. Wendelin

1996 beteiligte sich Traunried an einem Bezirks-Dorfwettbewerb unter dem Motto „Unser Dorf soll schöner werden.“ Es erhielt dabei einen ersten Platz mit dem Prädikat „Hervorragend“. Natürlich war man im Ort sehr stolz, dass man unter den vielen beteiligten Gemeinden einen so sehr beeindruckenden Platz an vorderster Stelle eingenommen hatte.

Im Dezember 2003 erfolgte endlich der erste Spatenstich für die Bauarbeiten zur Erstellung einer Niederdruckentwässerungsanlage, 2005 erfolgte schließlich der endgültige Anschluss an die Ettringer Kläranlage. Die Kostenschätzung für das Projekt lag bei 1,6 Mill €, inclusive der dafür erforderlichen Pumpstation in Oberhöfen. Bereits 30 Jahre lang war immer wieder im Gemeinderat über das Traunrieder Abwasserproblem diskutiert worden, da die Entwässerung der einzelnen Weiler sehr problematisch ist

Nach dem Kriege feierte der ganze Weiler das Patroziniumsfest, den Wendelinstag (20. Oktober), mit einer eindrucksvollen Pferdesegnung. Aus weitem Umkreis kamen bis zum Jahre 1959 oft über hundert Pferde frisch geputzt, mit blinkendem Zaumzeug und glänzendem Geschirr zur feierlichen Segnung. Viele Zuschauer drängten sich auf der Wiese oberhalb der Kapelle, wenn die Geistlichkeit hoch zu Ross unter dem braunroten Vorhang der herbstlichen Kastanienbäume in das Rund einritt. Wiehernd und stampfend standen die schmucken Pferde auf der betauten Wiese, schon aus den Nüstern in der dunstig nebligen Witterung dampfend, während die Sonne den ziehenden Herbstnebel mit ihren milchigen Strahlen langsam zerteilte. Klar und deutlich füllten die Worte des Geistlichen die Runde beim feierlichen Hochamte, sie drangen hinüber bis zum Kapellenberge und ringsum weit in die herbstliche Flur, die einstens Traunrieder in harter Arbeit gerodet und kultiviert hatten.

Diese eindrucksvolle Messe im Freien für Ross und Reiter wurde im Jahr 1993 das erste Mal wieder ins Leben gerufen und gefeiert, zumal der Pferdebestand erheblich zugenommen hatte im Vergleich zu 1959, wo es kaum noch ein Pferd in unserer Gegend gab.

Luftaufnahme von 2001

Luftaufnahme von 2001

 

 

 

 

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