Nahwärme in Ettringen: Gemeinderat lehnt geplanten Standort ab

Wie könnte die Wärmeversorgung in Ettringen künftig aussehen? Mit diesem Thema beschäftigte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.

Unternehmer Matthias Müller aus Aletshofen hatte vorgeschlagen, Haushalte in Ettringen künftig mit Nahwärme aus Hackschnitzeln zu versorgen. Die dafür geplante Anlage sollte auf einem Privatgrundstück an der Stillerstraße entstehen. Von dort aus hätten anschlusswillige Haushalte über ein Wärmenetz versorgt werden können.
Grundsätzlich gibt es in der Gemeinde Interesse an einer zentralen Wärmeversorgung. Der geplante Standort direkt neben der bestehenden Wohnbebauung stieß jedoch auf Bedenken. Auch die notwendigen Bauarbeiten für die Verlegung der Wärmeleitungen und das damit verbundene Aufreißen von Ortsstraßen wurden kritisch gesehen.
Der Gemeinderat lehnte das Vorhaben am vorgesehenen Standort deshalb zunächst ab. Gleichzeitig bleibt die Möglichkeit bestehen, bei einem geeigneteren Standort – beispielsweise im Außenbereich – erneut über das Projekt zu beraten.

Unabhängig davon muss Ettringen bis spätestens 30. Juni 2028 eine kommunale Wärmeplanung erstellen. Dafür stehen Fördermittel in Höhe von 41.000 Euro zur Verfügung. Den Auftrag zur Erstellung der Wärmeplanung erhielt Erdgas Schwaben.
Auch beim Thema Solarenergie geht es voran: Auf dem Dach der Ettringer Schule soll eine Photovoltaikanlage entstehen. Den Zuschlag erhielt die Firma Hochwind. Die Kosten liegen bei rund 50.000 Euro.

 ➡ Artikel in der MINDELHEIMER ZEITUNG


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