Vergangenen Donnerstag Abends um 8 Uhr brannte der Stadel des Schenkenberg’schen Gutes in Ettringen ab; das Feuer scheint gelegt worden zu sein, wie jenes, das vor einigen Monaten mehrere andere Oekonomiegebäude dieses schönen Anwesens verzehrte.
➡ Artikel der Landbötin vom Januar 1842 als PDF
Als die amerikanischen Panzer am 28. April zum Bunker von lgling kamen, waren die Soldaten so schockiert, dass sie sofort ihren Kommandierenden verständigten.
Das nachfolgende Transport- Bataillon musste von jedem umliegenden Ort mindestens 50 Bewohner mit LKW’s zum Bunker nach lgling bringen um deutsche Zeugen für das schwere Verbrechen der Nazis zu haben.
Vielen Leuten wurde übel und sie mussten sich übergeben und wieder andere wurden ohnmächtig als sie tausende zerfetzte Tote sahen. Der Verwesungs-geruch tat ein Übriges.
Es war schon über eine Woche her, dass ich mit dem Fahrrad vormittags nach Türkheim unterwegs war und die schweren Explosionen hörte. Eine riesige Rauchwolke die aussah wie ein Atompilz stieg gegen den Himmel ( ➡ Das Ende naht (PDF)).
Man wollte das zwei Meter dicke Rundbogengewölbe, aus Beton, zum Einsturz bringen um alle 4000 Insassen darunter zu begraben und so das schwere Verbrechen für immer vertuschen.
Siehe auch: Auf den Spuren der Geschichte im Raum Landsberg
Im Gegensatz zu den milden Haftbedingungen Hitlers während seiner Haft in Landsberg, litten unter dem NS-Regime politische Gefangene unter unsäglichen Haftbedingungen, u.a. auch der Münchner – Pater Rupert Mayer (1938 in Landsberg für die Gefangenenkartei fotografiert), wegen seiner Predigten gegen die nationalsozialistische Unmenschlichkeit.
Am 4. März 1945 wurde Schwabmünchen von einem schweren Bombenangriff heimgesucht, bei dem 61 Einwohner getötet wurden. Da der Zugang zu Luftschutzbunkern Kriegsgefangenen, Polen und sogenannten Ostarbeitern ab 1942 grundsätzlich untersagt wurde, befand sich unter den Opfern vier osteuropäische bzw. russische Zwangsarbeiter: drei Männer vom Lager Kroen und eine Zwangsarbeiterin, die als Landarbeiterin verzeichnet wurde. Ein Viertel des Stadtgebietes wurde total zerstört, zwei Drittel wurden schwer beschädigt. Am 27. April 1945 sind die Amerikaner kampflos in Schwabmünchen einmarschiert. (WIKIPEDIA)
Erinnerungen von Stefan Schmid
Am Sonntag, den 4. März 1945 lag ich vormittags auf dem Sofa in der Wohnstube und hörte den Luftalarm-Sender der mit seiner Erkennungsmelodie in Betrieb war. Das war das Signal, dass demnächst eine Warnung über feindlich Bomber, die sich in unserem Raum befinden, gemeldet wird.(…) ➡ weiterlesen (PDF)
In der Zeitung stand heute, dass mit Wirkung vom 20.November 1939 im Reich die Kleiderkarte eingeführt wird. Ausgenommen vom Punktesystem ist Arbeitskleidung.
Nun haben wir eine Lebensmittelkarte, eine Fettkarte und nun auch eine Kleiderkarte. Benzin und Rohöl (Diesel) gibt es schon seit Anfang des Monats nur noch auf Bezugschein. Eine Raucherkarte soll demnächst folgen.
(…) Ingolstadt: Kühner Fluchtversuch Ein wegen Landstreicherei verhafteter Bursche machte einen tollkühnen Fluchtversuch. Auf der Donaubrücke riss er sich plötzlich los und stürzte sich mit einem kühnen Kopfsprung in die tiefe und reißende Donau. Als er bemerkte, dass er von Pionieren verfolgt werde, schwamm er wieder an Land und ließ sich neuerdings festnehmen.(…)
Dann eines Abends Ende April wurde von der Feuerwehr ein großer Maibaum aufgestellt.
Schon Abende vorher gruben Feuerwehrleute ein tiefes Loch an der Straßengabelung Höfener Straße – Hiltenfinger Straße.
Zuvor wollte man den gusseisernen Wegweiser der dort seit Ende des 19. Jahrhunderts stand, entfernen. (…) ➡ weiterlesen als PDF
Anscheinend fasste die Nazipartei, wider Erwarten, sehr schnell in Ettringen Fuß. Zu Hitlers fünfzigsten Geburtstag im Jahr 1939 pflanzte man auf der Gabelung Hahnenbichl- und Hochstraße eigens eine sogenannte „Adolf-Hitler-Linde.“ Wenn man Klassenbilder von der Ettringer Schule aus dem Jahre 1934, also ein Jahr nach der berühmt, berüchtigten „Machtübernahme“ betrachtet, so muss man überraschend feststellen, dass im Hintergrund an den Wänden sich mehrere Hakenkreuze und ein Hitlerbild befinden.(…) Dr. Martin Kleint
Ettringer Geschäftsleute sehen der Eröffnung der Ortsumgehung am 16. September 2005 mit gemischten Gefühlen entgegen Von unserer Mitarbeiterin Eva-Maria Frieder
Ein großer Tag für Ettringen wird die offizielle Verkehrsfreigabe der Ortsumgehung sein, die für den 16. September geplant ist. Nicht alle begrüßen diesen Tag mit ungetrübter Freude. Insbesondere die Geschäftsleute befürchten Einbußen und blicken recht bang in die Zukunft. Die Mindelheimer Zeitung befragte einige von ihnen.
Damals, als die Planungen für eine Umgehungsstraße anliefen, spaltete sich der Ort in eine Pro- und eine Contra-Partei. Zwar kam es letztlich nicht zu einem formellen Bürgerbegehren, weil nicht genug Unterschriften gesammelt werden konnten, und die Gemüter beruhigten sich im Lauf der Zeit auch wieder. Dennoch hat der Riss, der damals durch die Gemeinde ging, Narben hinterlassen, die zum Teil bis heute schmerzen.
Es sind deshalb einige unter den Befragten, die sich zum Thema lieber nicht oder nur anonym äußern wollen. So wie ein Anlieger der Hauptstraße, der für Ettringen als Einkaufsstandort schwarz sieht. „Ich sehe es kommen, dass Ettringen schwer leiden wird“, sagt er. „Außerdem glaube ich, dass weiterhin viele Lkw durchs Dorf fahren werden, weil sie die Maut vermeiden wollen.“