Eva Kespers wurde feierlich zur neuen Konrektorin der Grund- und Mittelschule Ettringen ernannt. Die engagierte Pädagogin ist seit drei Jahren an der Schule tätig und wird für ihr breites fachliches Profil und ihre menschliche Stärke geschätzt. Schulrat Bernd Petzenhauser überreichte ihr die Bestellungsurkunde und lobte ihren Einsatz.
Bürgermeister Robert Sturm stellte humorvoll Bezüge zur Lehrerrolle früher und heute her. Rektorin Dolores Kowalski äußerte große Freude über die offizielle Berufung ihrer Stellvertreterin. Ein Kollegiumschor sorgte mit einem augenzwinkernden musikalischen Beitrag für einen heiteren Abschluss der Veranstaltung.
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Lokalnachrichten
UPM Ettringen: Schließung verzögert sich
Das Werk von UPM in Ettringen sollte ursprünglich zum 31. Juli 2025 schließen. Die Schließung verzögert sich, weil es keine Einigung zwischen UPM, dem Betriebsrat und der Gewerkschaft über Abfindungen, Sozialplan und Transfermaßnahmen gibt.
UPM hat beim Arbeitsgericht eine Einigungsstelle beantragt und Recht bekommen. Der Betriebsrat will dagegen beim Landesarbeitsgericht München vorgehen. Die Mitarbeiter kommen weiterhin zur Arbeit, haben aber wenig zu tun.
Die Stimmung ist schlecht, viele sind verunsichert, weil sie schon neue Jobs zugesagt hatten, diese nun aber nicht antreten können. Der Betriebsrat kritisiert UPM für ein mangelhaftes Abfindungsangebot. UPM betont, dass der angebotene Sozialplan marktüblich sei und verweist auf wirtschaftliche Zwänge im schrumpfenden Papiermarkt. Es gebe rund 200 alternative Stellen in der Region. Wegen der Sommerpause wird eine Entscheidung frühestens im Herbst erwartet. Die Zukunft des Werks bleibt vorerst unklar.
Fazit:
Die Schließung ist faktisch nur ausgesetzt, nicht vom Tisch. Die Fronten sind verhärtet: Während UPM betriebswirtschaftlich argumentiert, kämpfen Betriebsrat und Beschäftigte für soziale Absicherung und faire Übergänge. Die kommenden Wochen werden von Stillstand und Unsicherheit geprägt sein – Klarheit ist frühestens im Herbst zu erwarten.
Schlagwort ⇒ Papierfabrik
Ettringer erhält Preis der Berufsschule Mindelheim
Isaam Snoussi, Auszubildender im Skyline Park zur Fachkraft für Systemgastronomie, wurde mit einem Schulpreis für seine besonderen Leistungen ausgezeichnet. Snoussi kam im Jahr 2022 aus Marokko nach Ettringen.
Die weiteren ausgezeichneten Absolventen:
Dovudjon Pirov (rechts) kam vor drei Jahren aus Tadschikistan, um sich im Hotel „Der Sonnenhof“ in Bad Wörishofen zur Fachkraft für Restaurant und Veranstaltungsgastronomie ausbilden zu lassen. Für die bestandene Abschlussprüfung erhielt er den mit 50 Euro dotierten Berufsschulpreis. Dort schloss Maximilian Kärcher (links) die gleiche Ausbildung mit einem Durchschnitt von 1,5 ab und bekam einen Landkreispreis.
Bericht folgt demnächst in der Unterallgäu Rundschau
Ettringen hat einen neuen Meister der Elektrotechnik
An den Meisterschulen am Ostbahnhof in München haben 324 Absolventinnen und Absolventen ihre Meisterprüfungen in acht Handwerksberufen erfolgreich abgeschlossen – darunter auch Korbinian Eisenburger aus Ettringen.
Die Teilnehmenden waren zwischen 18 und 55 Jahre alt. Die besten Absolventen wurden besonders ausgezeichnet, begleitet wurde die Feier von der Big Band des Karlsgymnasiums Pasing.
Jean-Martin Rusp aus Ettringen…
und Bernhard Huber (rechts) hielten stellvertretend für ihre Kolleginnen und Kollegen der ➡ Gebler GmbH aus Markt Wald eine Rede. Dabei dankten sie dem Firmengründer Peter Gebler (ein gebürtiger Ettringer!) sowie dessen Sohn, dem heutigen Geschäftsführer Tobias Gebler, für ihr Engagement.
Als besonderes Geschenk zum 25-jährigen Firmenjubiläum überreichten die beiden Projektleiter eine Steinskulptur in Form des Firmenlogos.
Gemeinsam mit rund 260 geladenen Gästen feierten sie anschließend ein stimmungsvolles Jubiläumsfest, zu dessen Gelingen die ➡ Klaus-Ammann-Band und das Catering-Team von Raw’n’Restless maßgeblich beitrugen.
Ettringer Haushalt 2025 beschlossen
Die Gemeinde Ettringen hat den Haushalt für das Jahr 2025 beschlossen. Der Haushalt hat ein Volumen von rund 17 Millionen Euro, weist jedoch ein Finanzloch von 2,8 Millionen Euro auf.
Hauptursachen dafür sind die stark gestiegene Kreisumlage, die sich von 1,2 auf 2,8 Millionen Euro erhöht hat, sowie deutlich geringere Schlüsselzuweisungen vom Freistaat Bayern, die nur noch 300.000 Euro betragen (Vorjahr: 1,5 Millionen Euro). Zur Deckung des Defizits werden 1,6 Millionen Euro aus dem Vermögenshaushalt dem Verwaltungshaushalt zugeführt.
Finanzchef Lukas Müller und Bürgermeister Robert Sturm sehen die Haushaltslage deutlich angespannter als in den Vorjahren. Zwar verfüge die Gemeinde über Rücklagen, mit denen kurzfristige Schwankungen ausgeglichen werden können, dennoch sei die Zeit der komfortablen Finanzlage vorbei.
Ettringen ist seit 2016 schuldenfrei, steht jedoch vor großen Investitionen. Besonders hervorzuheben ist der geplante Neubau einer Kindertagesstätte in Siebnach ab Herbst 2025, für den fünf Millionen Euro aus Rücklagen und möglicherweise ein Kredit von 2,5 Millionen Euro eingeplant sind. Auch ein Rathausneubau wäre nur durch Fremdfinanzierung möglich. Die Gewerbesteuereinnahmen werden zudem leicht zurückgehen, unter anderem wegen der geplanten Schließung des Papierwerks UPM.
Der Haushalt 2025 wurde vom Gemeinderat einstimmig verabschiedet.
Emotionaler Protest bei Betriebsversammlung von UPM Ettringen
Bei der Betriebsversammlung des UPM-Standorts Ettringen kam es zu deutlicher Kritik und emotionalen Reaktionen der Belegschaft gegenüber der Werksleitung. Hintergrund ist die geplante Schließung des Standorts, über die seit März zwischen Konzern und Betriebsrat verhandelt wird.
Erstmals wurden nun konkrete Zahlen genannt: UPM schlägt einen Abfindungsfaktor von 0,6 vor – für rentennahe Jahrgänge sogar nur 0,3. Der Betriebsrat fordert hingegen einen Faktor von 1,9, wie er auch bei der Schließung des Werks in Plattling gewährt wurde. Die Positionen klaffen weit auseinander, weshalb nun eine Einigungsstelle unter Vorsitz eines Richters eingeschaltet wurde.
Die Stimmung war aufgewühlt. Mitarbeitende kritisierten die mangelnde Wertschätzung und verwiesen auf den Umsatz von 2,6 Milliarden Euro im ersten Quartal 2025. Der Betriebsratsvorsitzende Bernd Ulbrich rief die Belegschaft zum Widerstand auf – notfalls auch durch gerichtliche Schritte und öffentliche Kritik: „Und wenn wir sie so lange traktieren müssen, bis der Aktienkurs völlig einbricht.“
Die Veranstaltung machte deutlich, dass es nicht nur um Zahlen geht – sondern auch um das Gefühl von Fairness, Zusammenhalt und Würde.
Schlagwort ⇒ Papierfabrik
Die Verhandlungen sind gescheitert
Die Verhandlungen zwischen dem Betriebsrat und dem finnischen Unternehmen UPM über die Schließung des Werks in Ettringen sind gescheitert.
Der Arbeitgeber sieht keine Aussicht auf Einigung und strebt stattdessen eine Einigungsstelle an. Der Betriebsrat und die Gewerkschaft IGBCE kritisieren das Vorgehen scharf, da es keinen ernsthaften Verhandlungswillen gebe und direkt der juristische Weg eingeschlagen werde.
Besonders betroffen sind ältere Mitarbeitende, da offenbar keine Altersregelungen vorgesehen sind. Die ursprünglich geplante Werksschließung im Juli verzögert sich, es wird weiterhin tageweise produziert, was für große Unsicherheit sorgt.
Mitarbeitende können sich kaum auf neue Jobs bewerben, da sie keine Klarheit über ihren Austrittstermin haben.
Trotz schlechter Stimmung und fehlender Reaktion des Arbeitgebers zeigt die Belegschaft großen Zusammenhalt, wie eine Kundgebung in Augsburg mit 180 Teilnehmenden verdeutlichte. Die endgültige Schließung wird nun frühestens im zweiten Halbjahr, womöglich erst zum Jahresende, erwartet.
Schlagwort ⇒ Papierfabrik
UPM Ettringen: Sorgen, Kritik und Widerstand
- Massive Verunsicherung: Die geplante Schließung des UPM-Standorts in Ettringen löst bei den Mitarbeitern tiefe Sorgen und Existenzängste aus. Betriebsseelsorgerin Anna-Maria Maul begleitet sie in dieser belastenden Zeit und spricht von großem menschlichem Leid.
- Kritik an UPM-Führung: Betriebsrat, Mitarbeiter und Gewerkschaft kritisieren die Konzernführung in Finnland scharf. Es fehle an sozialverträglichen Regelungen wie Vorruhestand oder Altersteilzeit. Der Sozialplan sei unzureichend, die Belegschaft fühle sich im Stich gelassen.
- „Finnische Verhältnisse“: Die IGBCE wirft UPM vor, sich an in Finnland üblichen, weniger sozial verpflichtenden Vorgehensweisen zu orientieren – was mit deutschem Arbeitsrecht und gelebter Sozialpartnerschaft kollidiere.
- Vorwurf der Ungleichbehandlung: Während beim Werk Plattling ein besserer Sozialplan umgesetzt wurde, will UPM Ettringen offenbar anders behandeln – entgegen dem eigenen „Code of Conduct“, kritisiert Betriebsratsvorsitzender Ulbrich.
- Menschliche Härtefälle: Viele Mitarbeiter haben jahrzehntelang im Werk gearbeitet, manche stammen aus Gastarbeiterfamilien. Der Verlust ihrer Arbeit bringt sie in große Not – gerade ältere Kollegen fühlen sich auf dem Arbeitsmarkt chancenlos.
- Unverständnis über Verhalten des Konzerns: Trotz psychischer Belastung und Unsicherheit sollen die Mitarbeiter weiter produzieren – sogar mit Überstunden. Das sorgt für Frust und Empörung.
- Starke regionale Auswirkungen: Die Schließung betrifft nicht nur die Mitarbeiter, sondern die gesamte Region. Die Gewerkschaft ruft daher zur öffentlichen Kundgebung auf, um gegen die soziale Kälte und mangelnde Verantwortung zu protestieren.
Schlagwort ⇒ Papierfabrik

























