Blick 40 Jahre zurück: GMR gegen Ansiedlung eines Supermarktes

Gemeinderat bezieht klare Position: Gegen Ansiedlung eines Supermarktes

Tenor der Beratung: Bevölkerung ist ausreichend versorgt

Ettringen (wr). Einstimmig abgelehnt hat der Gemeinderat die Anfrage eines auswärtigen Bauwerbers, in Ettringen einen Lebensmittelsupermarkt zu erstellen. Rechtlich „zu Hilfe“ kam die Tatsache, dass dafür kein Sondergebiet ausgewiesen ist; die Gemeinderäte machten aber eindeutig klar, dass ein solcher Supermarkt in Ettringen nicht erwünscht ist.

Zahlreiche Zuhörer hatten sich zu der Sitzung eingefunden. Bürgermeister Walter Fehle verlas den Antrag, der von Franz Braun in Sonthofen gestellt wurde (der im übrigen auch schon in Türkheim mehrmals als „Anfrager“ aufgetreten ist). Danach wollte Braun in Ettringen ein Geschäftshaus erstellen, unter anderem mit einem Lebensmittelmarkt mit 980 Quadratmeter Verkaufsfläche und 500 Quadratmeter Lagerfläche.
Die Gemeinde Ettringen zog dazu das Landratsamt zu Rate und bat um eine Stellungnahme. Danach könne ein solcher Supermarkt nur in einem ausgewiesenen Sondergebiet entstehen, wurde von Seiten der Kreisbehörde betont; dies gelte auch dann, wenn die Gesamtfläche deutlich unter 1500 Quadratmeter geplant werden. Das Landratsamt wies ferner darauf hin, dass ein derartiges Sondergebiet in Ettringen nicht ausgewiesen sei und deshalb die Gemeinde eine erhebliche Einflussmöglichkeit habe.
Bürgermeister Walter Fehle machte deutlich, daß die ganze Angelegenheit unter zwei Gesichtspunkten zu sehen ist: Zum einen von der Versorgung der Bevölkerung her, zum anderen im Hinblick auf die Konkurrenz für die bestehenden Einzelhandelsgeschäfte: Der Bürgermeister: „Unsere Gemeinde ist ausreichend versorgt, außerdem sind in der Nachbargemeinde Türkheim ausreichend Großmärkte vorhanden. Wir können deshalb derzeit auf ein solches Großobjekt verzichten, vor allem auch deshalb, weil die rechtlichen Voraussetzungen dafür in Ettringen nicht sind.“

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Neubau Mehrfamilienhaus – Abbrucharbeiten haben begonnen

Der Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung am 29.07.2024 mit einer Planänderung (Tektur) zum Bauvorhaben der B & H Wohnbau und Co. KG befasst.
Statt der ursprünglich genehmigten 9 Wohneinheiten in zwei Gebäuden sollen nun 6 Wohneinheiten in einem Gebäude errichtet werden. Die geplante Tiefgarage entfällt, das Gebäude wird teilweise unterkellert. Die Firsthöhe bleibt unverändert. Im Rahmen der Beratung wurde insbesondere die Verkehrssicherheit an der Hauptstraße diskutiert. Der Gemeinderat erteilte grundsätzlich das gemeindliche Einvernehmen zur Tektur, verband dies jedoch mit der Auflage, dass die südliche Grundstücksgrenze an der Hauptstraße von Bebauung freizuhalten ist. Der dort geplante Carport muss daher an eine andere Stelle auf dem Grundstück versetzt werden.
Eine verpflichtende Dachbegrünung der Carports wurde mehrheitlich abgelehnt.

Die Sitzungsniederschrift sowie die Beschlussauszüge stehen auf der ➡ Gemeindehomepage zum Download  (PDF) bereit.

Geschichte des Hauses  ➡ Pläne für Neubau geändert


Neuer Dorfladen in Siebnach

Anzeige im WOCHENKURIER (PDF)

In Siebnach hat am 1. Februar der neue SB‑Dorfladen „Reinspaziert“ von Tamara und Florian Hienle eröffnet. Der Laden bietet täglich von 6 bis 22 Uhr über 1000 Produkte zu normalen Preisen und setzt auf ein modernes Selbstbedienungs- und Selbstkassensystem.
Bezahlt wird per Bankkarte, Smartphone oder Kundenkarte; bei Problemen hilft ein Klingelknopf. Der Standort knüpft an die Tradition des früheren Frischemarkts „Ums Eck“ an, der über 33 Jahre von Anna‑Maria Schmid geführt wurde.

Zur Eröffnung kamen viele Ettringer und Siebnacher, die sich über die schnelle Wiederherstellung der Nahversorgung freuen.
Neben Markenartikeln gibt es viele regionale Produkte, darunter Fleisch und Wurst der Landmetzgerei Baur sowie selbstgemachte Frischkäse und Salate von Florian Hienle.
Ein separater Raum ermöglicht den Alkoholkauf mit Ausweisprüfung.
Täglich werden frische Backwaren der Bäckerei Müller angeboten; Bestellungen und Dauerbestellungen sind möglich. Samstags von 7 bis 12 Uhr gibt es eine Servicezeit mit persönlicher Betreuung.
Der Laden soll ein neuer Treffpunkt im Dorf werden – mit Kaffee, süßen Teilchen und Platz für Austausch. Das Sortiment wird laufend an Kundenwünsche angepasst; sogar Angelköder gehören bereits dazu. Regionale Anbieter können ihre Produkte nach Absprache im Laden vermarkten.

Zur Geschichte des Siebacher Supermarktes: 


Sieben Jahre Elektrotechnik Huber

Herzlichen Glückwunsch!


Osterbrunnen 2026 – Grüngut gesucht!

Ettringer Osterbrunnen

Ettringer Osterbrunnen

Unser Osterbrunnen hat sich längst zu einer festen Größe in Ettringen gemausert – und auch 2026 möchte er wieder geschniegelt und gestriegelt die Dorfmitte schmücken.

Damit das klappt, starten wir Ende Februar 2026 mit den Vorbereitungen. Dafür brauchen wir jede Menge Buchs, Eibe und Thuja.
Kurz gesagt: Alles, was grün ist, nicht piekst und gerne Teil eines Osterbrunnens werden möchte.

Ihr habt im Garten passendes Grüngut, das sowieso mal geschnitten werden müsste? Dann her damit! 
Einfach melden bei: Friederike Konrad (0173 / 3925339) oder Maria Senner (0173 / 6743492). Schon jetzt ein großes Dankeschön – wir freuen uns riesig auf eure Unterstützung!

Herzliche Grüße vom Ettringer Osterbrunnen-Team


LOTTO Bayern zieht in den Raiffeisen-Markt in Ettringen

Von links nach rechts: Michael Vivell (Bezirksleiter LOTTO Bayern), Ingrid Hörmann, Ursula Hohenegger (Marktleitung) und Christian Gerstle (Geschäftsführung). Foto: Bezirksstelle Vivell

Von links nach rechts: Michael Vivell (Bezirksleiter LOTTO Bayern), Ingrid Hörmann, Ursula Hohenegger (Marktleitung) und Christian Gerstle (Geschäftsführung). Foto: Bezirksstelle Vivell

Zum Jahreswechsel wurde der LOTTO Bayern-Vertriebsstandort in Ettringen in den Raiffeisen-Markt in der Augsburger Straße verlegt.

Christian Gerstle verantwortet dort ab sofort die Geschicke des staatlichen bayerischen Glücksspielanbieters. Die langjährige Annahmestellenleiterin Ingrid Hörmann bleibt an Bord…  ➡ weiterlesen (PDF)


Blick 40 Jahre zurück: Gründungsjubiläum mit Trauerflor

Mitarbeiter und Rentner vor dem Betriebsgebäude der Papierfabrik Lang. An die Fahne wurde ein Trauerflor gehängt.

Mitarbeiter und Rentner vor dem Betriebsgebäude der Papierfabrik Lang. An die Fahne wurde ein Trauerflor gehängt.

Der Anlass war traurig, doch die bisherigen Arbeiter und die Rentner versuchten, zum Abschluss das Beste daraus zu machen und nahmen es auf die humorvolle Art: Ausgerechnet zum Zeitpunkt seines 100-jährigen Bestehens muss das ➡ Sägewerk der Firma Lang schließen. Es wurde in den Strudel des Konkurses der Papierfabrik mit hineingezogen und stellte Ende Januar die Arbeit ein.
Mitarbeiter und Rentner fanden sich zur ➡ „Abschiedsfeier“ in den Werkräumen ein und ließen dabei noch einmal die Erinnerungen zurück schweifen.

Einige haben praktisch ihr ganzes Arbeitsleben im Betrieb verbracht. Im Januar 1886 wurde das Sägewerk gegründet, im gleichen Jahr brannte es übrigens noch vollständig ab, wusste Otto Buchberger, Leiter des Betriebes, in einer Rückschau zu berichten.
1945 hatte der Betrieb 15 Beschäftigte, 1952 wurde der große Kessel eingebaut, 1968 der Betrieb grundlegend modernisiert. In seiner Blütezeit war das Unternehmen das „stärkste und modernste Sägewerk in der Umgebung“, betonte Buchberger. Vor allem wurde viel exportiert.
1972 gab es die erste Krise, der Export kam praktisch zum Erliegen, das Geschäftsvolumen sank. Zuletzt wurde nur noch für die Papierfabrik gearbeitet; es waren noch sieben, acht Mitarbeiter beschäftigt, die jetzt alle entlassen wurden. Es sind Mitarbeiter dabei, die bis zu 40 Jahren im Betrieb arbeiteten. Während die Älteren nun in „Frühpension“ gehen, wurde versucht, die jüngeren Arbeiter anderweitig unterzubringen. Bei zweien ist dies gelungen, ein Arbeiter hat noch keine neue Stelle gefunden. Text Mindelheimer Zeitung vom 17. Januar 1986

                       Schlagwort ⇒ Papierfabrik

Bienenhaus in den Ettringer Wertachauen


Sonnenaufgang am Brunnen


Scheidender Bürgermeister Robert Sturm

Artikel des WOCKENKURIER (PDF)

Der scheidende Ettringer Bürgermeister Robert Sturm blickt auf 30 Jahre Amtszeit zurück.
Seit seinem Amtsantritt 1996 habe die hoch verschuldete Gemeinde große Herausforderungen bewältigt, darunter den ➡ Schulneubau, die Sicherung der Wasserversorgung, den ➡ Bau der Umgehungsstraße, neue ➡ Radwege sowie die Lösung des Abwasserproblems in Traunried. Zudem entstanden soziale Projekte wie die ➡ „Soziale Mitte“ für Senioren.

Sturm betont die Bedeutung von Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg und sieht die Arbeit im Gemeinderat als wichtigen Lernprozess. Aktuell beschäftigt ihn vor allem die Nachnutzung des ➡ UPM-Papierfabrik-Areals sowie künftige Energiethemen. Trotz seines Rückzugs aus dem Bürgermeisteramt kündigte Sturm an, sich auch weiterhin in der Kommunalpolitik engagieren zu wollen.

Ziele 1996 bei Amtsantritt

Sturm und die Gemeinderatskandidaten Josef Aigster (CSU), Ilse Tschiedert (SPD) und Ulrich Plukas (JU) erläuterten die gemeinsamen Ziele:

  • Es sollten Strategien entwickelt werden, um mehr Gewerbe anzusiedeln. Dazu müsse der Flächennutzungsplan vorangetrieben werden.
  • Die Gemeinde sollte Initiative entwickeln, um die durchaus vorhandenen Flächen auch wirklich zu nutzen. Dies sei auch wichtig zur Schaffung von Arbeitsplätzen, denn die Einwohnerzahl sei zwar stark gewachsen, die Zahl der Arbeitsplätze jedoch nicht.
  •  Zur Ortskernbebauung sollte eine grobe Planung erstellt werden, um für die Zukunft einen Handlungsrahmen zu haben. 
  • Der Bau einer Umgehungsstraße sollte weiter betrieben werden.
  • Was die gemeindliche Finanzmisere betreffe, so mache sie die Dinge zwar nicht einfacher, dürfe jedoch auch nicht überbewertet werden und dazu führen, dass die Gemeinde vor Investitionen grundsätzlich zurückschrecke.
  • ,,Ich bin“, so Sturm, ,für bestmögliche Information innerhalb des Gemeinderats und für eine sachliche, konstruktive Diskussion über Parteigrenzen hinweg. Probleme sind für mich da, um gemeistert zu werden. Die Erhaltung und Förderung des guten Dorf- und Vereinslebens liegt mir sehr am Herzen“.

    Warum sie Robert Sturm für den richtigen Kandidaten halten, erläuterten Plukas, Tschiedert und Aigster:
    Er ist jung und unverbraucht, kennt die Probleme Ettringens und hat gleichzeitig genug Abstand, um sie unvoreingenommen anzugehen. Er hat als Verwaltungsfachmann die ideale Ausbildung, ist kontaktfreudig und hat ein Ohr für die Bevölkerung

    Kompletter Artikel der MZ (PDF)