Sitzung des Gemeinderates

Zum Artikel im KURIER

Zusammenfassung

Der Gemeinderat von Ettringen befasste sich Ende November mit zwei zentralen Themen: Windenergie-Planungen und der Erhöhung der Hundesteuer.

Windenergie:
Der Bürgermeister Robert Sturm lobte den Regionalverband Donau-Iller für die Bearbeitung von über 2.700 Einwänden in der ersten Beteiligungsrunde. Durch die Einwände aus Ettringen wurden dort keine Vorrangflächen für Windenergie ausgewiesen. Auch in Siebnach wurden keine Vorranggebiete festgelegt. Elmau bleibt jedoch als Vorrangfläche im Gespräch. Der Gemeinderat entschied einstimmig, für die zweite Beteiligungsrunde keine weitere Stellungnahme abzugeben, da Ettringen nicht betroffen ist.

Hundesteuer:
Die Hundesteuer wird zum ersten Mal seit 2002 erhöht. Hintergrund sind kommunale Investitionen wie Hundetoiletten. Die neuen jährlichen Sätze lauten:
1. Hund: 60 € (vorher 40 €) – 2. Hund: 150 € (vorher 100 €) 3. Hund: 200 € (vorher 150 €)
Der Gemeinderat stimmte der Erhöhung einstimmig zu.


Edeltraud Böck verabschiedet – Stefanie Fournier übernimmt Shop-Leitung

Edeltraud Böck, Stefanie Fournier und Johannes Müller (von links) bei der "Stabübergabe im Secondhand-Modeshop Ettringen. Foto: Karin Stippler

Edeltraud Böck, Stefanie Fournier und Johannes Müller (von links) bei der „Stabübergabe im Secondhand-Modeshop Ettringen. Foto: Karin Stippler

Der Secondhand-Modeshop der Aktion Hoffnung in Ettringen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Anlaufpunkt weit über das Unterallgäu hinaus entwickelt.
Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete Edeltraud Böck, die seit 2018 die Leitung innehatte und nun in den Ruhestand verabschiedet wurde.
Geschäftsführer Johannes Müller würdigte ihr Engagement und ihren Einsatz. Die Nachfolge übernimmt Stefanie Fournier, die den erfolgreichen Weg des Shops fortführen möchte. Artikel: ➡ Mindelheimer Zeitung


25 Jahre im VdK: Ehrungen bei der Jahresschlussfeier in Ettringen

v.l.: Vorsitzende Brigitte Stammel, Bela Gombos, Marianne Schmid und die zweite Vorsitzende Doris Fendt.  Foto: Isolde Schwarz

v.l.: Vorsitzende Brigitte Stammel, Bela Gombos, Marianne Schmid und die zweite Vorsitzende Doris Fendt. Foto: Isolde Schwarz

Bei der Jahresschlussfeier des VdK Ortsverbands Ettringen wurden langjährige Mitglieder geehrt.

Marianne Schmid und Bela Gombos sind seit 25 Jahren im Verband.
Nach den Vorstandsberichten wurde eine schwäbische Weihnachtsgeschichte vorgetragen, bevor der Nachmittag gemütlich zu Ende ging. Artikel:  ➡  Mindelheimer Zeitung 


Türkheim–Ettringen: Erster Schritt zur Wiederanbindung an den Nahverkehr

zum Zeitungsartikel

Hubert Teichmann von der Bahnbetriebs-gesellschaft Stauden schlägt vor, zunächst nur den Abschnitt Türkheim–Ettringen zu reaktivieren, um der Region wieder Zugang zu Nahverkehrsmitteln zu verschaffen.

Das 1000er-Fahrgastkriterium dient als bundesweiter Schwellenwert, ab dem eine reaktivierte Bahnstrecke als wirtschaftlich gilt und Fördermittel bekommen kann.
Es misst die Auslastung anhand der Personenkilometer pro Streckenkilometer. Hubert Teichmann kritisiert dieses Kriterium als wissenschaftlich unbegründet und fordert stattdessen eine Betrachtung von Investitionskosten im Verhältnis zur erwarteten Nachfrage. Der Freistaat hält das Kriterium jedoch für sinnvoll, weil Bahnverkehr teurer und energieintensiver sei als Busverkehr. Politiker wie Peter Wachler sehen das 1000er-Kriterium als Orientierung, nicht als starre Grenze. 

                           Schlagwort ⇒ Staudenbahn

Neuer Standort des Gemeinde-Christbaums

Mit KI generiertes Foto vom 28.11.2025

Gemeinde-Christbaum auf Wanderschaft:
Vom Rathaus hinüber in den Bauerngarten vom ehemaligen  „Krausabertl“ – ➡ weil auch Bäume mal Tapetenwechsel brauchen

Wie auf dem Bild zu erkennen ist, werden laut KI weiße Weihnachten erwartet. 🙂 

 ➡ Ettringer Weihnachtszeit


Herbstdienstversammlung des Feuerwehrbereichs Unterallgäu Ost

Fast 50 Jahre war Johann Schmid aus Ettringen (Mitte) für die Feuerwehr, darunter 31 Jahre als Kreisbrandmeister, tätig. Für diesen nicht alltäglichen Einsatz für die Gesellschaft dankten Kreisbrandrat Alexander Möbus (links)  und Kreisbrandinspektor  Wolfgang Heimpel (rechts) und überreichten zum Abschied eine personalisierte Uhr.  Foto: Wilhelm Unfried

Fast 50 Jahre war Johann Schmid aus Ettringen (Mitte) für die Feuerwehr, darunter 31 Jahre als Kreisbrandmeister, tätig. Für diesen nicht alltäglichen Einsatz für die Gesellschaft dankten Kreisbrandrat Alexander Möbus (links) und Kreisbrandinspektor Wolfgang Heimpel (rechts) und überreichten zum Abschied eine personalisierte Uhr. Foto: Wilhelm Unfried

Bei der Herbstdienstversammlung des Feuerwehrbereichs Unterallgäu Ost wurde deutlich, dass die Feuerwehren im letzten Jahr weniger Einsätze hatten: 738 statt 1239. Besonders unter der Woche am Tag bleibt die Personaldecke mit nur rund 400 verfügbaren Kräften angespannt. Positiv entwickelt haben sich die Jugend- und Kinderfeuerwehren, die inzwischen 210 Jugendliche und immer mehr junge Kinder für den Feuerwehrdienst begeistern.
Ein zentrales Thema war auch die starke Belastung der Einsatzkräfte, weshalb die psychosoziale Betreuung (PSNV-E) hervorgehoben wurde. Zudem wurden zahlreiche Lehrgänge mit 467 Teilnehmenden durchgeführt, um Ausbildung und Qualifikation weiter zu stärken.
Besonderer Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung von Johann (Hans) Schmid aus Ettringen. 
Er ist seit fast 50 Jahren Mitglied der Feuerwehr Ettringen, war 18 Jahre Kommandant und engagierte sich über drei Jahrzehnte hinweg auch überörtlich – darunter 31 Jahre als Kreisbrandrat. Für dieses außergewöhnliche, jahrzehntelange Engagement erhielt er großen Applaus und als besondere Anerkennung eine personalisierte Wanduhr.

Kreisbrandmeister Johann Schmid verabschiedet


Wurstiges im Advent

Bei diesem leckeren Anblick kommt Schnauzermix Casimir auch schon in Adventsstimmung...

Bei diesem leckeren Anblick kommt Schnauzermix Casimir auch schon in Adventsstimmung…

Warum jeden Tag Schokolade, wenn’s auch 24 Tage lang Wurst sein kann?

Die Brüder Martin und Johannes Altstetter aus Höfen (Ettringen) haben die Adventskalendersalami zwar nicht erfunden – aber  liebevoll und neu interpretiert, dass man fast glaubt, der heilige Nikolaus hätte sie persönlich beraten.

Drei Monate reift die Salami in aller Ruhe vor sich hin, entwickelt kräftiges Aroma, feine Pfeffernote und genug Charakter, um im Dezember täglich eine gute Figur auf dem Frühstücksbrett zu machen.

Johannes’ Profi-Tipp: „Bis zum 1. Dezember eingeschweißt lassen, dann in Pergament wickeln und jeden Tag ein Scheibchen genießen – hält frisch bis Heiligabend.


TSV Ettingen: Gerhard Koob im Interview

                   Schlagwort ⇒ Vereine

Staudenbahn Süd: Wachler widerspricht Eder

Zusammenfassung: Staudenbahn Süd – ist das Projekt wirklich am Ende?

zum Artikel in der MZ

Der Unterallgäuer Landrat Alex Eder erklärte kürzlich, der Landkreis habe beim Thema Reaktivierung der Staudenbahn Süd (Langenneufnach–Türkheim) „alles versucht“ und sei am Ende seiner Möglichkeiten. Dadurch entsteht der Eindruck, das Projekt sei praktisch beendet.

Der CSU-Landtagsabgeordnete Peter Wachler widerspricht entschieden. Er wirft Eder vor, mit seiner ➡  Pressemitteilung (PDF) ein falsches Signal auszusenden und den Eindruck zu erwecken, das Projekt sei gescheitert – obwohl der Mobilitätsausschuss einstimmig beschlossen habe, es nicht zu beenden.

Kern des Konflikts

  • Für eine Reaktivierung braucht der südliche Abschnitt laut Verkehrsministerium mindestens 1000 prognostizierte Fahrgäste pro Tag.
  • Das aktuelle Gutachten kommt jedoch nur auf 828 Fahrgäste.
  • Deshalb hat der Freistaat den Reaktivierungsprozess für den Süden gestoppt.
  • Eine gemeinsame Betrachtung der gesamten Staudenbahn (Nord + Süd), die nach Ansicht vieler zu besseren Zahlen führen könnte, lehnt das Ministerium ab – um den bereits laufenden Reaktivierungsprozess im Norden nicht zu gefährden.

Wachler kritisiert diese Sichtweise und betont, dass das 1000er-Kriterium kein starres Gesetz sei und andere Projekte trotz niedrigerer Prognosen erfolgreich reaktiviert wurden. Er will politisch weiterkämpfen und sieht den Prozess nicht als beendet.

                  Schlagwort ⇒ Staudenbahn

So kam Ettringen zu seinem neuen Supermarkt

Baugeschichte des Ettringer Netto Marktes

Link zu Google Street view

Als in der Ortsmitte von Ettringen das Kühlsystem des alten ➡ Edeka-Marktes endgültig den Geist aufgab, war das zunächst nur ein technisches Problem – doch bald zeigte sich, dass es viel mehr bedeutete. Ersatzteile waren nicht mehr zu bekommen, und so musste der Markt schließlich schließen ( ➡ Alles nur Gerüchte (MZ pdf)). Mit ihm verschwand auch das letzte Lebensmittelgeschäft im Ort. Für viele Ettringerinnen und Ettringer war das ein schmerzlicher Verlust.

Einer, der sich damit nicht abfinden wollte, war ➡ Maximilian Rindle jun., Elektroinstallateur aus Ettringen. Er wusste, wie wichtig ein Nahversorger für das Dorfleben ist, und setzte sich mit großem persönlichen Engagement dafür ein, eine neue Lösung zu finden. Gemeinsam mit anderen suchte er nach einem passenden Grundstück, das den Anforderungen eines modernen Marktes gerecht werden konnte – eine Aufgabe, die sich als nicht einfach erwies, aber schließlich erfolgreich war.
Dank der guten Zusammenarbeit zwischen Grundstückseigentümer und Bauherr Karl Maurer aus Türkheim, Bauunternehmer Klaus Eichendorf von der Firma KIZ sowie Andreas Vornkeller, Expansionsleiter bei Netto, nahm das Projekt konkrete Formen an. Im ➡ Februar 2025 wurde die alte Halle auf dem neuen Grundstück abgerissen – der sichtbare Startschuss für den Bau des neuen Marktes.
Nur wenige Monate später konnte Ettringen stolz auf das Ergebnis blicken: einen modernen ➡ Netto-Markt, der in kurzer Zeit und mit viel Einsatzbereitschaft vieler Beteiligter entstanden ist. ➡ Gelände von oben

 ➡ WOCHENKURIER (PDF)